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Profi ausgewiesen

Wegen diversen Delikten wurde der Profi des FC Lustenau, Luis Carlos de F., aus Österreich ausgewiesen. [8.1.2000]

Mit einem Tor in seinem ersten Spiel für den FC Lustenau
hatte sich der brasilianische Goalgetter Luis Carlos de F. Ende März 1998
bei seinem Verein eingestellt. Nach gut eineinhalb Jahren ist die
Ära des brasilianischen Publikumsliebling zu Ende. Er wurde wegen diversen
Delikten aus Österreich
ausgewiesen.

Der Brasilianer verabschiedete sich kurz vor Weihnachten in den Urlaub in
seine Heimat. “Schon zu dieser Zeit dürfte er gewußt haben, dass gegen ihn
ein Einreiseverbot verhängt werden würde”, so der sportliche Leiter des FC
Lustenau, Dieter Sperger, auf Anfrage der “VN”.

Diverse Delikte, darunter
mehrmaliges zu schnell Fahren, Fahrerflucht sowie ein Schwindel mit
Preisetiketten beim Kauf einer Sony-Playstation wurden dem Lustenauer
Goalgetter zum Verhängnis. “Vier Verurteilungen in eineinhalb Jahren kann
sich halt niemand leisten”, so Sperger weiter.

Aller Interventionen des Vereins zum Trotz wurde dem Brasilianer ein
zehnjähriges Einreiseverbot in Österreich aufgebrummt. “Wenn wir ein
Bundesligaverein wären, hätte die Sache sicher nicht so schlimm geendet”,
ist sich Sperger sicher. Wenigstens sei das Einreiseverbot auf sieben Jahre
verkürzt worden. “Was uns sportlich gesehen natürlich nichts nützt.”
Der bis Sommer 2000 gehende Vertrag mit Luis Carlos de F. wurde fristlos
gekündet. “Wir haben bereits zahlreich neue Angebote”, so Sperger weiter.
Zwei bis drei Brasilianer seien neben einigen inländischen Kickern
ebenfalls im Gespräch. Eine Entscheidung werde laut Sperger in den nächsten
fünf bis zehn Tagen fallen.

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