Professionelle Hilfe für Wälderbähnle

Walter Rüf hat sich seit seinem Engagement als Chef der Museumsbahn-Gesellschaft schon sehr gut in die Materie eingearbeitet.
Walter Rüf hat sich seit seinem Engagement als Chef der Museumsbahn-Gesellschaft schon sehr gut in die Materie eingearbeitet.
Walter Rüf will als Chef der GesmbH bewährte ehrenamtliche Strukturen absichern und den Verein unterstützen.

Bezau. (stp) Es ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte, die Idealisten im Bregenzerwald mit der Museumsbahn geschrieben haben. Jetzt, nach mehr als 25 Jahren und über einer Million Fahrgästen, wurde der Verein Bregenzerwälder Museumsbahn neu strukturiert, eine Gesellschaft hat fließend wichtige Aufgaben übernommen und vor allem die ehrenamtlich tätigen Vereinsfunktionäre in rechtlichen Fragen – etwa der Haftungen – entlastet. Diese „Gesellschaft“ trägt diesen Namen nur als Rechtsform, in Wirklichkeit ist es ein „Ein-Mann-Unternehmen“. Walter Rüf, ehemaliger Bürgermeister von Alberschwende, hat das Amt übernommen und will dafür sorgen, dass die bewährten ehrenamtlichen Strukturen erhalten bleiben.

Notwendige Gratwanderung

Mehr als 25 Jahre haben Idealisten die Museumsbahn in volle Fahrt gebracht, doch vor etwa drei Jahren begannen Gespräche über eine neue Struktur. Es war eine Gratwanderung, um zur heutigen Konzeption zu kommen, denn wo immer in gewachsene ehrenamtliche Strukturen eingegriffen wird, entsteht die Gefahr, dass das Engagement der Ehrenamtlichen erlahmt. „Das wollen wir auf alle Fälle verhindern und den Idealisten des Vereins das Gefühl geben, dass es nach wie vor ihr Bähnle ist und wir ihnen nur Dinge abnehmen wollen, die für Ehrenamtliche auf Dauer unzumutbar sind. Da denke ich an Haftungsfragen, aber auch an die Organisation und die Werbung“, so Rüf. Der Umfang der Arbeit hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr ausgeweitet, auch in steuerlichen Fragen soll der Verein entlastet werden.

Die neue Konzeption

Nach außen hin wird sich wenig verändern, denn die neue Konzeption wird für die Fahrgäste nicht sichtbar. „Der Verein wird so wie bisher die Fahrten – fahrplanmäßig, wie Sonderzüge – abwickeln. Die Vereinsmitglieder werden auch weiterhin alle Arbeiten zur Wartung von Waggons und Lokomotiven und zur Instandhaltung der Trasse und der Gebäude vornehmen. Änderungen gibt es bei der Organisation“, erläutert Rüf.
„Vereinfacht ausgedrückt“, wie Rüf erklärt, „mietet die Gesellschaft Betriebsmittel und das Personal an. Die Gesellschaft ist in erster Linie für Marketing und Buchungen verantwortlich. Dazu wird unter anderem ein Reservierungssystem aufgebaut, von dem wir uns auch eine Steigerung der Fahrgastzahlen erhoffen. Teil dieses Systems ist eine Mitarbeiterin, die sich um Reservierungen kümmert. Das soll beispielsweise durch eine ausgeweitete Telefonbereitschaft gewährleistet werden.“

Das wird funktionieren

Walter Rüf gibt sich im Gespräch mit der VN-Heimat zuversichtlich, dass dieses Modell erfolgreich sein wird. „Ich bin mit großem Engagement bereit, meine ganze Erfahrung einzubringen, um die Museumsbahn in eine erfolgreiche Zukunft zu begleiten.“ Die funktionierende Zusammenarbeit mit dem Verein in den ersten Wochen der neuen Sommersaison hat diesen Optimismus bestärkt.

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