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Probleme durch defekte Uhr

Auch FIS-Präsident Gian-Franco Kasper schließt nach der Zeitnehmungs-Panne in Schladming eine Annullierung des Nachtslaloms nicht aus. Laut Siemens hatte eine defekte Uhr Schuld an Zeitnahme-Chaos.

Derzeit prüft die fünfköpfige Timing-Kommission der FIS alle Unterlagen. Sollte diese einen Fehler feststellen, wäre laut Kasper eine Annullierung sogar ohne den inzwischen bereits eingebrachten Protest des italienischen Teams möglich. Die Vorfälle in Schladming würden die Glaubwürdigkeit des Skisports in Frage stellen, sagte Kasper in Bormio, wo am Freitag die alpinen Skiweltmeisterschaften eröffnet werden.

Damit steht ausgerechnet wieder ein Slalom im Mittelpunkt von Problemen im alpinen Ski-Weltcup. In der vergangenen Saison hatte in Park City ebenfalls Italien gegen den Re-Run von Rainer Schönfelder protestiert. Das Rennen wurde letztlich zwar gewertet, der Kärntner wartet aber heute noch auf sein Preisgeld für Platz zwei hinter Kalle Palander. Bei einem erfolgreichen Protest wäre Giorgio Rocca auf das Podest gekommen. Jener Rocca, der auch in Schladming nach dem ersten Durchgang geführt hatte, danach aber einen Zeitzuschlag bekommen hatte. In italienischen Zeitungen hatte Rocca darauf hin von einer „Mafia“ gesprochen.

Defekte Uhr Schuld an Zeitnahme-Chaos
Zeitnehmer Siemens hat am Donnerstag bekannt gegeben, dass die für die Übermittlung der Zeit auf den Fernseher eingesetzte Uhr defekt gewesen ist. Nachdem dieser Fehler nach den ersten drei Fahrern erkannt worden war, wurde eine von drei anderen Uhren für diesen Zweck verwendet. Danach klappte die Zeitnehmung reibungslos. Die Uhren stammten demnach aber nicht von Siemens, sondern von der österreichischen Firma Alge-Timing.

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