Prinzessin Diana: 25. Hochzeitstag

Am 29. Juli 1981 heiratete der britische Thronfolger Prinz Charles die viel zu früh verstorbene damals 20-jährige Kindergärtnerin Diana Spencer.

Und zunächst schien das Märchen auch wahr zu werden. Ein Jahr nach der Hochzeit wird Prinz William geboren, 1984 Prinz Harry. Doch lange hielt die Fassade der glücklichen Ehe nicht.

Schon bald kamen Gerüchte auf, Prinz Charles habe sich nie wirklich von seiner Jugendliebe Camilla Parker Bowles losgesagt. Ab Mitte 1992 geriet die Dreiecksbeziehung dann endgültig in die Schlagzeilen, nachdem der Autor Andrew Morton seinen Bestseller „Diana: Ihre wahre Geschichte” veröffentlicht hatte. Wie heute bekannt ist, konnte er sich bei seinen Enthüllungen teilweise auf die Mithilfe der Prinzessin stützen. Die Öffentlichkeit machte Charles’ Beziehung zu Camilla für den desolaten Zustand der Ehe verantwortlich. Im Dezember 1992 gab das Paar schließlich seine Trennung bekannt, schloss eine Scheidung aber aus.

In einer biografischen TV-Dokumentation gestand Charles im Juli 1994 erstmals öffentlich seine Untreue ein. Doch Diana wollte nicht als Opfer wahrgenommen werden und zog auf ihre Art die Aufmerksamkeit auf sich: Sie zeigte sich am Tag der Ausstrahlung bei einem Empfang strahlend schön in einem atemberaubenden Kleid.

Im November 1995 schließlich ging sie selbst mit dem weltberühmten Ausspruch „Wir waren zu dritt in dieser Ehe, das war ein bisschen voll” an die Öffentlichkeit. In einem Interview der BBC sprach sie von feindlicher Stimmung, die ihr im Hause Windsor entgegengeschlagen sei, und äußerte Zweifel an der Eignung des Thronfolgers zum künftigen Staatsoberhaupt. Der Queen wurde das Verhalten der Eheleute damit zu bunt: Sie forderte beide Partner im Dezember 1995 in zwei Briefen auf, sich unverzüglich scheiden zu lassen, um das medienträchtige Ehedrama zu beenden.

Die Scheidung verlief jedoch nicht so reibungslos, wie Königin Elizabeth II. es sich vielleicht erhofft hatte. Zwar willigte Diana in die Scheidung an sich ein, doch entbrannte ein heftiger Streit um Abfindungszahlungen und die künftige Stellung der Prinzessin. Nach der Scheidungsvereinbarung vom August 1996 erhielt Diana 15 Millionen Pfund Abfindung und durfte sich weiter Prinzessin von Wales nennen, den Titel einer Königlichen Hoheit musste sie allerdings ablegen.

Der Unfalltod von Prinzessin Diana am 31. August 1997 in Paris löste weltweit große Erschütterung aus. Angesichts ihrer Popularität und offenbar auf Betreiben von Charles ordnete das Königshaus ein Staatsbegräbnis an, nachdem die zurückhaltende Reaktion des Palastes auf heftige Kritik in den Medien gestoßen war.

Direkt nach Dianas Tod schien es undenkbar, dass die Bevölkerung eine Hochzeit des Thronfolgers mit seiner Jugendliebe Camilla akzeptieren würde. Doch die PR-Strategen des Palastes machten die Öffentlichkeit ganz langsam mit dem Gedanken vertraut, dass Charles erneut heiraten könnte. Mit Erfolg: In Umfragen äußerten immer mehr Briten, dass sie sich eine solche Verbindung vorstellen könnten.

Am 9. April 2005 heiratete Charles schließlich nach langen Jahren des Wartens seine Camilla. Dieses Mal war es zwar eine schlichte Zeremonie und wahrlich keine Märchenhochzeit. Dafür aber steht zu hoffen, dass die Ehe dieses Mal glücklicher verläuft.

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