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Prinz Harry will in den Irak

Trotz aller Bedenken besteht Prinz Harry darauf, als Offizier im Irak eingesetzt zu werden. „Ich habe keine Angst zu sterben“, sagte der 22-Jährige.

Am Vortag hatte das Verteidigungsministerium in London erklärt, Pläne für einen sechsmonatigen Irak-Einsatz des Enkels der britischen Königin von etwa Mitte Mai an sollten angesichts der eskalierenden Gewalt in dem Kriegsgebiet überprüft werden.

Prinz Harry habe sich mit Kameraden und Freunden beraten und sich dabei „sehr emotional“ über den Irak-Einsatz als Truppführer einer zwölf Mann starken Aufklärer-Einheit geäußert, schrieben Londoner Zeitungen. Er habe deutlich gemacht, dass ihm die Erinnerung an den tragischen Tod seiner Mutter, Prinzessin Diana, vor nahezu zehn Jahren die Angst davor genommen habe, im Irak sein Leben zu riskieren.

Auch Armeeführung dafür

Prinz Harry soll doch wie geplant in den Irak ziehen. Nach Berichten über erhebliche Bedenken seitens der Armeeführung stellte das Verteidigungsministerium laut „Daily Mirror“ (Freitagausgabe) nun klar, dass der Sohn von Thronfolger Charles an die Front geschickt werden soll. Er werde mit seiner Truppe innerhalb weniger Wochen aufbrechen. Die Berichte über eine Aufhebung der Mission seien nur „Rauch“ gewesen, sagte ein ranghoher Ministeriumsmitarbeiter der Zeitung. „So etwas hat es auch schon früher gegeben – immer mit dem Ziel, den Feind zu verwirren. Das lässt sie rätseln.“

Das Boulevardblatt „Sun“ hatte am Donnerstag berichtet, die Stationierung des blaublütigen Unterleutnants stehe in Frage, da er zum Ziel von Aufständischen werden könnte und damit die Soldaten seiner Einheit erhöhter Gefahr aussetze. Der 22-Jährige hat seinerseits laut der britischen Nachrichtenagentur Press Association mit dem Ende seiner Armeekarriere gedroht, wenn er nicht im Irak eingesetzt werde. Hintergrund der ganzen Spekulationen ist ein Bericht der Wochenzeitung „The Observer“, wonach irakische Milizen bereits detaillierte Pläne ausgearbeitet haben, um Harry als Geisel zu nehmen. Unter anderem zitierte das Blatt einen Sprecher des Verteidigungsministeriums mit den Worten, für die Gegner im Irak sei der Prinz eine „hochwertige Kriegstrophäe“.

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