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Präsidentenwahl in Sri Lanka

Ministerpräsident Rajapakse hat die Präsidentenwahl in Sri Lanka gewonnen. Wie die Wahlkommission mitteilte, lag der Sozialist Rajapakse mit 50,33 Prozent knapp vor seinem Rivalen Wickremesinghe.

Die Wahlbeteiligung betrug rund 75 Prozent. In den Tamilen-Gebieten im Norden und Osten der Insel blieben die meisten Menschen den Urnen jedoch fern.

Wahlbeobachter berichteten, tamilische Wähler seien von Anhängern der Rebellenorganisation Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) massiv gedrängt worden, die Wahl zu boykottieren. Während Wickremesinghe für eine Wiederaufnahme der Gespräche mit den Rebellen und für Frieden eintritt, will Rajapakse den Friedensprozess einer Totalrevision unterziehen. Darstellungen, er wolle zum bewaffneten Konflikt zurückkehren, weist er jedoch entschieden zurück.

Die Börse in der Hauptstadt Colombo reagierte panisch auf den Wahlsieg des sozialistischen Premiers. Kurz nach ihrer Öffnung stürzte der Index um 176 Punkte auf 2.324.

Unterdessen sind bei einem Anschlag auf eine Moschee im Osten von Sri Lanka am Freitag während des Morgengebets mindestens vier Menschen getötet und dutzende verletzt worden, teilte die Polizei mit. Armeeangaben zufolge warfen Rebellen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) zwei Handgranaten in die Moschee in Akkaraipattu, wo sich hunderte Gläubige aufhielten. Das Motiv für den Anschlag einen Tag nach der Präsidentenwahl war zunächst nicht klar.

Die tamilischen Rebellen hatten den Urnengang boykottiert. Sie kämpfen seit 1984 mit gewaltsamen Mitteln für eine Unabhängigkeit der tamilischen Gebiete im Osten und Norden der Insel, die sie zum Teil kontrollieren.

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