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Powell zweifelt am Irak-Krieg

Wegen der vergeblichen Suche nach irakischen Massenvernichtungswaffen hat US-Außenminister Colin Powell Zweifel an den Gründen für den Krieg geäußert.

Powell sagte in einem am Dienstag veröffentlichten Interview der Zeitung „Washington Post“, er wisse nicht, ob er vor einem Jahr die Militäraktion empfohlen hätte, hätte er gewusst, dass der damalige irakische Machthaber Saddam Hussein keine verbotenen Waffen besitze. Dieses angebliche Arsenal habe den „kleinen letzten Baustein“ in der Begründung des Krieges dargestellt, durch den der Irak als „reale und gegenwärtige Gefahr“ für die Region und die Welt erschienen sei.

Das Fehlen seines solchen Arsenals verändere aber das „politische Kalkül“, sagte Powell. „Es ändert die Antwort, die man bekommt.“

Powell betonte in dem Interview, dass Saddam Hussein jedoch die „Absicht“ und die „Fähigkeit“ zur Entwicklung von Massenvernichungswaffen gehabt habe. Letztlich werde die Geschichte deshalb urteilen, dass der Krieg „die richtige Sache“ gewesen sei.

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