Pottermanie goes Game: Orden des Phönix

Zauberhaftes Hogwarts: Die Dumbledore Armee.
Zauberhaftes Hogwarts: Die Dumbledore Armee. ©Waibel
Es ist schon fast eine Volkskrankheit: Volle Kinos, Menschenschlangen, ein Diebstahl des neuesten Schriftwerks noch vor Release: Pottermania.  

Der Zauberlehrling mit der Nickelbrille ist nun mit seinem jüngsten Abenteuer auch auf der Spielekonsole gelandet. Zur allseits bekannten Geschichte – da das Spiel sich praktisch eins zu eins an die Filmvorlage hält: Das fünfte Jahr in Hogwarts hat es in sich. Bereits in den Ferien wird Harry mit seinem Freund plötzlich von „Dementoren“ angegriffen, was ihn dazu bringt, seine Zauberkraft außerhalb des erlaubten Gebietes einzusetzen – ein an sich unerlaubter Akt mit den entsprechenden Konsequenzen.

Für den Rest seiner Ferien hört Harry nichts mehr von seinen Freunden – irgendetwas ist faul. Harry spürt das Nahen von Lord Voldemort – bedauerlicherweise schenkt ihm niemand Glauben. Der Minister für Zauberei Cornelius Fudge ernennt eine neue Lehrerin (Dolores Umbridge) zur „Verteidigung gegen die dunklen Künste“ und entsendet diese nach „Hogwarts“. Im Grunde soll diese für ihn die Informantin spielen und alles, was sich in Hogwarts zuträgt, berichten. Deswegen zeigt sich die gute Dolores auch nicht gerade als große Hilfe im Fach Verteidigung gegen die dunklen Mächte, woraufhin Harry, Hermine und Ron beschließen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Gesagt getan, es wird beschlossen, eine eigene Armee aufzustellen, bestehend aus den besten Schülern der Schule. Die Mitglieder von Dumbledore´s Armee werden von Harry selbst unterrichtet.  

Eingangs fällt das neuartige Zaubersystem auf, das auf Gesten basiert, will heißen, mit dem rechten Analogstick müssen bestimmte Drehmuster erfüllt werden, um einen Spruch auszulösen. Das hört sich kompliziert an, geht aber rasch in Fleisch und Blut über. Das Setting der Handlung wurde eins zu eins von der Filmvorlage übernommen, die Gestaltung von Hogwarts und den Charakteren ist mittlerweile dank der fortgeschrittenen Technik so real wirkend, dass man zuweilen das Gefühl hat, einen interaktiven Film zu spielen.

Hilfreich bei der Orientierung in Hogwarts ist die Karte des Rumtreibers, welche zum einen digital per Knopfdruck eingeblendet werden kann, dem Spiel aber auch in sehr schöner gedruckter Form beiliegt. Wer sich verläuft, markiert einfach auf dieser Karte einen Wegpunkt und hat fortan eine Navigationshilfe dahin. Abkürzungen zum Ziel kann man nach Freischalten durch eines der sprechenden Bilder in der Schule nehmen. Die benötigten Passwörter erhält der Spieler nach Erfüllung von durch die Bilder gestellte Aufgaben.

Daneben nehmen die Freunde an Unterrichtsstunden teil, Fächer wie Kräuterkunde, Verwandlung und Zaubertränke wollen gebüffelt werden. Wer die Note O für Ohnegleichen schafft, für den öffnen sich weitere geheime Bereiche im Schloss. Durch die Interaktion mit Objekten überall in Hogwarts gibt es neue Entdeckerpunkte aufs Konto. Mit diesen Punkten können Belohnungen im Raum der Geheimnisse freigeschaltet werden. Mit dabei:  Interviews mit den Darstellern.

Technisch schaffen Harry und seine Freunde auf der 360 eine glatte O. Die Gesichter sehen den Filmvorbildern zum Verwechseln ähnlich, Hogwarts wurde glaubhaft und stimmig umgesetzt. Auch der Sound des Spiels steht dem in nichts nach:  Im Verlauf des Abenteuers darf man sich an der originalen Filmmusik erfreuen und die wichtigsten Charaktere wie Harry, Hermine, Voldemort, Sirrius Black, Arthur Weasley & Professor Snape haben hier sogar die originalen Synchronstimme spendiert bekommen. Daneben pflegen die drei Freunde auch eine geheimnisvolle Interaktion mit Myrte, dem guten Schlossgeist.

Gesteuert wird „Der Orden des Phönix“ klassisch mit der erwähnten Neuerung des Zaubersystems. Allerdings benötigt die Gestenschwingerei etwas Übung, da manche Manöver gut getimt werden wollen. Die Kamera zeigt sich dafür zuweilen zickig, oft spricht man nicht den an, den man gerade ansprechen wollte. Wenn´s hektisch wird, kann das auch einmal frusten.

Fazit:

Harry Potter und der Orden des Phönix ist ein anständiges Action-Adventure auf Basis des neuesten Teils der Serie geworden. Der Einstieg auf der Next Generation Hardware ist durchaus gelungen, wenngleich auch noch mehr möglich gewesen wäre. Die Kameraprobleme dämpfen den Spielspaß etwas. Aber das Sammeln von Entdeckerpunkten zieht den Spieler richtig in die Story, und lädt zum Verweilen ein. Zielgruppenorientiert programmiert wurde das Game jedenfalls: Für Harry Potter Fans einfach derzeit das Game schlechthin. Neo Zauberschüler sollten sich vielleicht erst über Xbox Live die Demo laden, um festzustellen, ob „Der Orden des Phönix“ was für sie ist. Summa summarum aber ein sauberer Action-Adventure Titel mit starker Lizenz und überzeugender Optik.

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