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Post denkt an Feibra als Billigschiene

Post-Gewerkschaftschef Gerhard Fritz hat Überlegungen des Post-Vorstands scharf kritisiert, die Post könnte über die heutige Prospektverteil-Tochter Feibra im künftig härter umkämpften Markt eine eigene Billigschiene aufziehen.

Fritz sprach am Mittwoch gegenüber der APA von einer “total verfehlten Strategie”.

Nur immer Kostenschnitte setzen zu wollen, sei zu wenig. Fritz vermisst beim Post-Vorstand eine Wachstumsstrategie. In den jetzigen Überlegungen im Lichte der künftigen Konkurrenz sieht er nur eine Defensivstrategie.

Fritz wirft der Feibra vor, mit “prekären Beschäftigungsverhältnissen” bzw. “halblegalen” Methoden zu arbeiten. Die Post, wo ein Briefzusteller im Schnitt ohnedies nur 1.500 Euro brutto verdiene, werde nie mithalten können mit Werkvertragsmodellen wie sie die Werbemittelzusteller praktzierten, bzw. mit dort üblichen Gagen von 50 Euro am Tag und der Pflicht, sich selber zu versichern.

Wenn die österreichische Post reüssieren wolle im freien Markt, dann nur mit besserer Qualität als andere, so Fritz. Im liberalisierten Markt brauche es neuer gesetzlicher Rahmen und man brauche einen besseren Postvertrag. Die Gewerkschaft sei bereit für einen Branchen-Kollektivvertrag, sagte Fritz zur APA.

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