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Porsche stärkt Wiedeking den Rücken

Im Machtkampf mit Volkswagen hat sich der Porsche-Betriebsrat demonstrativ hinter Vorstandschef Wendelin Wiedeking gestellt.

Wiedeking sei Garant nicht nur für den wirtschaftlichen Erfolg des Sportwagenbauers, sondern auch für sichere Arbeitsplätze und sozialen Ausgleich. Das erklärte Betriebsratschef Uwe Hück auf der jährlichen Betriebsräteversammlung am Freitag in Stuttgart.

“Wir wehren uns entschieden gegen die offenen und verdeckten Angriffe auf den Porsche-Vorstand, die unsachlich und verletzend sind”, sagte er.

Zugleich teilte das Unternehmen mit, dass die Beschäftigten für das abgelaufene Geschäftsjahr eine höhere Sonderzahlung von 6.000 Euro erhalten – zusätzlich zu den 13,7 Monatsgehältern. 2006/07 hatte sie bei 5.200 Euro gelegen.

Wiedeking ist bei VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech in Ungnade gefallen, offenbar weil er Piech mit der Übernahme des Wolfsburger Autobauers durch Porsche zu mächtig geworden ist. Seither wird vermutet, Piech – auch Miteigentümer von Porsche – betreibe Wiedekings Ablösung. Piech hatte Porsche mangelndes Verständnis für die Besonderheiten bei VW vorgehalten. In einem Interview mit einem Werksmagazin verwies er auf die Rolle der Mitbestimmung der Arbeitnehmer bei Europas größtem Autobauer und die Geschichte des Unternehmens. “Auf beides müsste man besser eingehen”, sagte der Firmenpatriarch. Das wurde auch als Hinweis an Wiedeking verstanden.

Das Management und der Betriebsrat von Porsche liegen seit Monaten mit dem VW-Betriebsrat im Streit. In dem Konflikt geht es um die Machtverteilung in der Porsche-Holding, unter deren Dach das Fahrzeuggeschäft von Porsche wie auch die Beteiligung an VW geführt werden. Eine rasche Einigung ist unwahrscheinlich. Auf Hücks Aufforderung, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, entgegnete VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh: “Wir würden ja gerne verhandeln. Porsche aber nicht.” Solange Porsche nicht mit sich über die langen Kündigungsfristen der Mitbestimmungsvereinbarung reden lasse, seien weitere Gespräche aussichtslos.

Piech hatte für einen Eklat gesorgt, indem er einem Antrag der Arbeitnehmer im VW-Aufsichtsrat durch seine Enthaltung zur Mehrheit verhalf. Seitdem muss sich Porsche jede Zusammenarbeit mit der VW-Tochter Audi vorher vom Kontrollrat absegnen lassen. Porsche will sich Kreisen zufolge an der Elektronik von Audi sowie deren Dieseltechnik bedienen.

Die Familie Porsche hatte öffentlich Entsetzen über Piechs Verhalten im Aufsichtsrat geäußert. Der Clan soll Überlegungen angestellt haben, Piechs Einfluss einzudämmen. Der umstrittene VW-Aufsichtsratschef muss allerdings nicht um sein Amt bangen. Trotz erheblicher Meinungsverschiedenheiten in der Vergangenheit will sich das Land Niedersachsen als zweitgrößter VW-Aktionär nicht an einer Abwahl Piechs beteiligen.

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