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Pornostar sucht in der EU um Asyl an

Anastasia protestiert vor dem tschechischen Parlament, um ihre Kinder behalten zu können.
Anastasia protestiert vor dem tschechischen Parlament, um ihre Kinder behalten zu können. ©EPA
Die Ukraine droht der Darstellerin, ihr ihre Kinder wegzunehmen. Sie sei als Mutter ungeeignet. Seit 2010 ist Pornografie in dem ehemaligen Sowjetstaat illegal.
Der Protest der Pornodarstellerin
NEU

Eine ehemalige Pornodarstellerin aus der Ukraine hat vor dem Eingang des tschechischen Parlaments gegen ihre bevorstehende Abschiebung protestiert.

Die 27-Jährige entblößte im Stil der ukrainischen Feministengruppe Femen ihre Brust, wie die Zeitung “Lidove Noviny” am Freitag berichtete. Die Mutter von drei Kindern hatte in Tschechien einen Asylantrag gestellt, der nun abgelehnt wurde.

Tschechien lehnte Antrag ab

Tschechien hat ihren Asyl-Antrag nun abgewiesen. Anastasiya, die unter dem Künstlernamen Wiska tätig war, hat daher den Europäischen Gerichtshof angerufen. Nach eigenen Angaben hat sie einen Antrag auf Asyl in der Europäischen Union gestellt. Gegenüber der britischen “Times” erklärte sie: “Ich habe 15 Tage Zeit bekommen, das Land zu verlassen. Es kümmert niemanden, dass wir nicht zurück in die Ukraine können.”

“Als Mutter ungeeignet”

In ihrem Heimatland droht ihr nach eigenen Angaben ein Prozess wegen angeblicher Verbreitung pornografischer Aufnahmen. “In der Ukraine nehmen sie mir meine Kinder weg”, sagte die Frau der “Lidove Noviny”. Die 27-Jährige sei aufgrund ihres Lebenswandels und illegalen Tätigkeit als Mutter ungeeignet.

In die Pornoszene sei sie gerutscht, als man sie mit ihrem ersten Kind sitzenließ und sie dringend Geld brauchte, so die Ukrainerin. Dies scheint ihr nun zum Verhängnis zu werden.

Pornografie seit 2009 illegal

In der Ukraine ist Pornografie illegal. Im Juli 2009 unterzeichnete der Präsident Viktor Juschtschenko ein dementsprechendes Gesetz. Seitdem ist Pornografie nur noch zu medizinischen Zwecken erlaubt, was man sich auch immer darunter vorzustellen habe. Ansonsten wird der Besitz, Verbreitung, Verkauf und Produktion von pornografischem Material mit Geldstrafen oder bis zu drei Jahren Haft bestraft. (APA/VOL.AT)

 

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