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Pornographie-Vorwurf gegen Life Ball-Plakat: Online-Petition gestartet

Dieses Life Ball-Sujet sorgt für Wirbel
Dieses Life Ball-Sujet sorgt für Wirbel ©VIENNA.AT/Lukas Krummholz
Nach dem Pornographie-Vorwurf der FPÖ gegen das umstrittene Life Ball-Plakat hat die europäischen Plattform "CitizenGo" gegen das Plakat mit dem Transgender-Model eine Online-Petition gestartet. Indessen meldete sich ein Wiener Jugendanwalt zu Wort, der bestreitet, dass es sich um Pornographie handelt.
Anzeige wegen Pornographie
Wirbel, Kritik und Zensur
Life Ball-Plakat provoziert
Das umstrittene Sujet

Die in Spanien eingetragene Stiftung, die mit ihrer Petition bereits mehr als 15.000 Unterstützer erreicht hat, will das Bild “nicht stillschweigend hinnehmen” und forderte die Sponsoren des Life Balls zur Distanzierung auf, berichtete die Kathpress. Die Kampagne haben bis Dienstagnachmittag 15.490 Personen online unterstützt.

Life Ball-Plakate “aggressive Sujets”

“Unter dem Vorwand sogenannter ‘Provokation’ werden Kinder überfordert und Eltern in ihrer Erziehungsfreiheit eingeschränkt”, erklärte “CitizenGo”. Die Life-Ball-Plakate stellten “aggressive Sujets” dar, durch die “intimste Gefühle von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen massiv verletzt” würden. “Wo bleibt der Jugendschutz oder der Schutz der öffentlichen Ordnung?”, meinte die Initiative.

“Für den Inhalt mitverantwortlich” machte “CitizenGO” die zahlreichen Sponsoren des Life Balls, darunter die Stadt Wien, die Kronen Zeitung, Rewe, OMV, Austrian Airlines, ORF und GEWISTA.

Darum geht es bei der Online-Petition

Mit der Petition werden die Sponsoren aufgefordert, “Verantwortung zu übernehmen und klar Stellung zu beziehen”. Die Bekämpfung von HIV/Aids sei ein berechtigtes großes Anliegen, “darf aber nicht als Vorwand für einen ideologischen Feldzug dienen, der auf dem Rücken von Kindern und Jugendlichen ausgetragen wird.”

Jugendanwalt: Plakate nicht pornografisch

Bei den umstrittenen Life-Ball Plakaten von David LaChapelle handelt es sich nicht um eine pornografische Darstellung. Davon ist jedenfalls der Wiener Kinder- und Jugendanwalt Anton Schmid überzeugt. Auch eine Gefährdung von Jugendlichen bzw. Kindern sei nicht gegeben, hieß es in einer die APA übermittelten Stellungnahme.

Das Plakat stellt laut Schmid keine Gefährdung im Sinne des Paragrafen 10 des Wiener Jugendschutzgesetzes dar. Auch handle es sich nicht um eine Diskriminierung des Geschlechtes bzw. um eine Darstellung “die Menschenwürde missachtender Sexualität”.

“Eltern können Kindern Sujet erklären”

Aus psychologischer bzw. pädagogischer Sicht hat der Jugendanwalt mit dem Sujet ebenfalls kein Problem. Denn kleinen Kindern falle dieses nicht sofort auf, auch Traumata würden nicht ausgelöst – höchstens Verwirrung. Eltern könnten das Plakat ihren Kindern erklären, ähnlich wie die Tatsache, dass Conchita Wurst als Frau einen Bart trage.

Stadt sieht auch keine Gefährdung für Kinder

Laut Rathaus gab es in der Angelegenheit bisher bereits zahlreiche Beschwerden bzw. Anfragen besorgter Wiener. Auch die Magistratsabteilung 11 (Kinder, Jugend und Familie) habe die Angelegenheit geprüft und sei zum Schluss gekommen, dass Kinder durch die Darstellung nicht gefährdet seien, hieß es im Büro des zuständigen Stadtrats Christian Oxonitsch (SPÖ). Die Stadt betont jedoch, dass nicht sie, sondern eine private Galerie für das Plakat verantwortlich ist.

(apa/red)

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