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Poly-Lehrer mit Rundmail: Keine Maske im Unterricht, Maßnahmen als "Nötigung"

Ein Lehrer sorgt derzeit mit einer Rundmail für Wirbel.
Ein Lehrer sorgt derzeit mit einer Rundmail für Wirbel. ©Screenshot/Google Street View, Symbolbild: Pixabay
Ein Lehrer sorgt derzeit für Wirbel: Er trägt im Unterricht keine Maske, verweigert Covid-Tests und sieht die Maßnahmen als "Nötigung".

Was tun, wenn dem Lehrer die Maskenpflicht egal ist? Diese Frage stellt sich derzeit im Umfeld der polytechnischen Schule Dornbirn. Ein dort tätiger Lehrer sorgt mit einem Rundmail für Wirbel. "Ich sorge mich um das Wohl aller Schüler", meint der Pädagoge. Er selbst weigert sich nach eigener Aussage, im Unterricht eine Maske zu tragen und "erlaubt" auch den Schülern, diese abzulegen. Zudem sieht er die Testungen an Schulen kritisch: "Ich werde mich als Lehrer nicht von einer Regierung instrumentalisieren lassen, die meiner Meinung nach völlig überzogene Maßnahmen setzt und jegliche Verhältnismäßigkeit der jetzigen Situation aus den Augen verloren hat", meint der Pädagoge. Er werde sich nicht ohne Symptome testen lassen und auch Testungen von Schülern nicht beaufsichtigen - dies habe er auch bei einer Lehrerbesprechung mitgeteilt.

Maßnahmen als "Nötigung"

Die Testungen seien überzogen, das Tragen der Maske tue - zumindest ihm - nicht gut. Daher verzichte er darauf. Menschen würden durch die Covid-Maßnahmen in eine Abhängigkeit gezwungen, dies verstehe er als "Nötigung". Das Interessante daran: Der Lehrer ist selbst Teil der Corona-Risikogruppe. Ihm scheint zudem nur zu gut bewusst zu sein, wie Schule und Bildungsdirektion seine Ansichten sehen: Er wisse nicht, wie lange er noch Lehrer sein dürfe, schreibt er in seiner Email. Bereits im Dezember habe ihm die Bildungsdirektion aufgrund seines Protestes gegen Masken im Unterricht mit disziplinären Maßnahmen, sowie verwaltungsstrafrechtlichen und strafrechtlichen Konsequenzen gedroht.

Das Mail des Lehrers

Das betreffende Mail liegt VOL.AT in Form von mehreren Screenshots vor. (Anm. d. Red.: Wir haben die Screenshots zur besseren Lesbarkeit zu einem Bild zusammengefügt und den Absender unkenntlich gemacht)

Faksimile des Mails ©Screenshots

Maßnahmen klar geregelt

Was die Regelungen der Regierung zu den Corona-Maßnahmen an Schulen angeht, ist die Lage klar: Ob ein Lehrer einen Mund-Nasen-Schutz oder eine FFP2-Maske tragen muss, hängt vom Coronatest ab. Lehrer müssen sich mindestens einmal pro Woche einem Coronatest unterziehen - ob mit oder ohne Symptome. Fällt der Test negativ aus, reicht ein Mund-Nasen-Schutz.

Oberstufenschüler müssen zudem während des ganzen Schultags eine Maske tragen - auch im Unterricht, wobei Pausen möglich sind. Ein "Erlaubnis" zur Abnahme der Maske im Unterricht durch einen Lehrer ändert daran nichts, Pausen sind allerdings möglich.

Berichte werden eingehoben

Der Schulleiter und Direktor der polytechnischen Schule in Dornbirn wollte gegenüber VOL.AT keine Stellungnahme zu besagtem Rundmail des ihm unterstellten Lehrers abgeben. Auch dazu, ob ihm der Inhalt der Mail bekannt ist, wollte er sich nicht äußern. Die Vorarlberger Bildungsdirektion ist bereits über die Vorkommnisse und den Inhalt der Email des Pädagogen informiert. "Es finden nun Gespräche statt und es werden Berichte eingehoben", erklärt Elisabeth Mettauer-Stubler, die Sprecherin der Vorarlberger Bildungsdirektion auf VOL.AT-Anfrage.

Alle News zur Corona-Pandemie auf VOL.AT.

(Red.)

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