Poincare-Preis für österreichischen Physiker

Der aus Österreich stammende, an der Princeton University (USA) tätige theoretische Physiker Robert Seiringer (32) ist mit dem renommierten Henri Poincare-Preis der International Association of Mathematical Physics (IAMP) auszeichnet worden. Der Preis wird alle drei Jahre für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der mathematischen Physik vergeben.

Wie der Direktor des Erwin Schrödinger Instituts für Mathematische Physik (ESI) in Wien und Doktorvater Seiringers, Jakob Yngvason, der APA am Montag mitteilte, erhielt Seiringer gemeinsam mit drei anderen Preisträgern die Auszeichnung vergangene Woche beim Kongress der IAMP in Prag.

Seiringer wurde vor allem für seine mathematischen Analysen kondensierter Materie bei sehr tiefen Temperaturen, insbesondere im Zusammenhang mit sogenannten Bose-Einstein-Kondensaten (BEC), ausgezeichnet. Im Zustand des BEC verlieren Teilchen bei Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt quasi ihre Identität und beginnen im Gleichschritt zu funktionieren. Besonders interessant sind die BEC, weil daran die teils höchst seltsamen Phänomene der Quantenwelt makroskopisch sichtbar gemacht werden können. BEC wird als eigener Zustand der Materie – neben gasförmig, fest oder flüssig – angesehen, seine erstmalige Erzeugung im Jahr 1995 wurde 2001 mit dem Nobelpreis gewürdigt.

Geboren am 1. September 1976 in Vöcklabruck (OÖ) studierte Seiringer an der Universität Wien Theoretische Physik. Mit einem Schrödinger-Stipendium ging er 2001 an die renommierte Princeton University, wo er seit 2003 als Assistant Professor am Department of Physics tätig ist. An der Uni Wien hat Seiringer ebenfalls eine – derzeit karenzierte – Stelle als Assistenz-Professor.

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