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Podiumsgespräch zu Ehren von Hermann Gmeiner

Angelika Schwarzmann, Birgit Fiel, Gerd Konklewski, Lydia Moosbrugger, Walter Gmeiner, Walter Rüf, Erika Körber, Alexander Gabriel, Walter Schmolly und Erich Schwarzmann.
Angelika Schwarzmann, Birgit Fiel, Gerd Konklewski, Lydia Moosbrugger, Walter Gmeiner, Walter Rüf, Erika Körber, Alexander Gabriel, Walter Schmolly und Erich Schwarzmann. ©SOS-Kinderdorf
Ein würdiger Abschluss der Feierlichkeiten zu seinem 100. Geburtstag.

Bregenz/Alberschwende. Die Strahlkraft von Hermann Gmeiner ist auch heute, 70 Jahre nach der Gründung von SOS-Kinderdorf, noch spürbar. Das bewies die Gesprächsrunde am 14. Dezember in der Aula der Neuen Mittelschule in Alberschwende im Rahmen eines Gedenkwochenendes zu Ehren Gmeiners, an der rund 140 interessierte BesucherInnen teilnahmen.

Die Podiumsgäste – Verwandte, MitstreiterInnen, WeggefährtInnen und Kenner von Hermann Gmeiner – spürten im Beisein von Bürgermeisterin Angelika Schwarzmann seiner Person und seinem Werk nach. Dass er als angehender Mediziner alles aufgeben wollte, um seiner Vision zu folgen, stieß in der Familie zunächst auf Unverständnis. Lydia Moosbrugger, eine Nichte Hermann Gmeiners erinnerte sich: „Alle sagten, der is do nimmer g’schiet, jetzt will er ein Kinderdorf bauen.“ Auch in der Gemeinde regte sich Widerstand, als Alberschwende als möglicher Standort für ein Kinderdorf im Gespräch war. „Seine Idee war zu früh“, meinte dazu der ehemalige Bürgermeister Walter Rüf, „Gmeiner galt als Fantast, er hat keine Förderer gefunden. Man befürchtete Probleme, welche die sogenannten ‚Zöglinge‘ im Dorf verursachen würden.“

Der Erfolg gab ihm schließlich recht und er konnte viele FreundInnen und Familienmitglieder für seine Kinderdorf-Idee begeistern. Der Mediziner Walter Gmeiner, Großneffe von Hermann Gmeiner, folgte wie viele andere seinem Ruf und war in Westafrika und Südamerika für SOS-Kinderdorf im Einsatz. „Man konnte gar nicht anders, als mitgehen“, so Gmeiner.
In zum Teil sehr persönlichen und humorvollen Erinnerungen zeichneten die GesprächsteilnehmerInnen ein ebenso beeindruckendes wie lebendiges Bild Hermann Gmeiners. So konnte er einerseits sehr fordernd sein, hatte aber ein großes Herz und betonte selbst immer wieder: „Ich spreche im Namen der Kinder.“

Während der Veranstaltung erfuhren die ZuhörerInnen nicht nur, dass Gmeiner hervorragende Käsknöpfle machten konnte, sondern auch einmal seine Katze hypnotisierte oder sich ehrlich mit einem Kind freute, das ihm in Mexico mehrere hundert Dollar aus seiner Brieftasche geklaut hatte. „Der ist heute Star der Familie“, zitierte ihn sein langjähriger Begleiter und Freund Alexander Gabriel.

Walter Schmolly, Caritasdirektor in Vorarlberg fasste Gmeiners Charakter pointiert zusammen und beschrieb ihn als außerordentlichen Pioniergeist, der von einer Aufgabe gefunden wurde. „Er hatte ein klares Wertebild, glaubte an das Gute im Menschen und besaß zur rechten Zeit Mut, Zähigkeit und Zielstrebigkeit.“ SOS-Kinderdorf-Leiter Gerd Konklewski zeigte sich beeindruckt von der Größe der Organisation, die Gmeiner nach seinem Tod hinterlassen hat und betonte, dass SOS-Kinderdorf sein Werk fortsetzt, indem es dort hilft, wo Hilfe gebraucht wird. Das wäre in seinem Sinne gewesen.

Die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Alberschwende war für Gmeiner die schönste, waren sich die GesprächsteilnehmerInnen einig. Trotz insgesamt 146 nationaler und internationaler Ehrungen und Preise blieb der Weltenbürger bescheiden und eng mit seiner Heimat verbunden.

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