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Plötzlicher Herztod: Vorarlberger Rotkreuz-Mitarbeiter reanimieren 400 Patienten im Jahr

Rotkreuz-Mitarbeiter reanimieren rund 400 Patienten im Jahr.
Rotkreuz-Mitarbeiter reanimieren rund 400 Patienten im Jahr. ©Rotes Kreuz Vorarlberg
Herz-Kreislauferkrankungen sind in Europa die bedeutendste Todesursache.

Rund die Hälfte aller Sterbefälle ist auf diese Krankheiten zurückzuführen. Oft kommt es in diesem Zuge zum Notfallgeschehen „Herzkreislauf-Stillstand“. In Vorarlberg wird das Rote Kreuz rund 400-mal pro Jahr zum „Notfall Herzkreislauf-Stillstand“ gerufen.

“Optimum für unsere Patienten”

Das Rote Kreuz Vorarlberg arbeitet seit vielen Jahren erfolgreich in der Notfallversorgung für die Vorarlberger Bevölkerung. „Wir wollen das Optimum für unsere Patienten erreichen“, führt Dr. Rene Belz, Chefarzt beim Roten Kreuz in Vorarlberg aus, „daher haben wir uns entschieden, die Rettungskette beim  Notfall Herzkreislauf-Stillstand ganz genau zu analysieren.“

Seit 2017 nimmt das Rote Kreuz an einem Register für Reanimationen teil. „Damit erhalten wir exakte Informationen und können bestimmte Qualitätskriterien international vergleichen“, erklärt Dr. Belz und führt weiter aus: „Nur mit diesen Zahlen können wir belegen, ob gesetzte Maßnahmen zum Erfolg führen und wie wir uns verbessern können. Natürlich sind alle Daten anonymisiert.“

Wiederbelebungsmaßnahmen

Die Ergebnisse der Untersuchung unterstreichen, dass die Rettungskette (Ablauf der Hilfeleistung – vom Notruf bis zur Behandlung im Krankenhaus) optimal funktionieren muss. Das Fundament für das  Überleben sind der sofortige Notruf 144 und die unmittelbar durchgeführten Wiederbelebungsmaßnahmen. Noch am Telefon können die Mitarbeiter der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle Anleitungen zur Ersten Hilfe geben.

Die alarmierten Rotkreuz-Teams stehen vor der Herausforderung, innert weniger Minuten vor Ort zu gelangen und die sanitätsdienstlichen bzw. notärztlichen Maßnahmen einzuleiten. „Die sofortigen Wiederbelebungsmaßnahmen erhöhen die Chance auf das Überleben enorm!“,  betont Andreas Enne, Leiter des Bildungscenters beim Roten Kreuz Vorarlberg.  Erste Hilfe ist einfach und kann beim Herz-Kreislaufstillstand wirklich lebensrettend sein.

Factbox: Notfall Herzkreislauf-Stillstand – 2017

  • Zwei Drittel der Notfälle passieren im häuslichen Umfeld.
  • In rund 200 Fällen wurden durch das Rotkreuz-Team Reanimationsmaßnahmen durchgeführt.
  • In 42% dieser Einsätze wurden durch Ersthelfer  mit den Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen – dies erhöht die Überlebenswahrscheinlichkeit enorm.
  • 73 betroffene Menschen konnten nach Wiedererlangen eines Kreislaufes am Notfallort in ein Krankenhaus gebracht werden.
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