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Pleite, schwer krank und nun auch noch verurteilt

Das Gericht berücksichtigte den Gesundheitszustand des Angeklagten bei der Urteilsfindung.
Das Gericht berücksichtigte den Gesundheitszustand des Angeklagten bei der Urteilsfindung. ©Eckert
Weil ein 62-Jähriger auf eigene Faust Schulden begleichen wollte und damit einen Konkurs vereitelte, wurde er nun verurteilt.

Von Christiane Eckert

Betrügerische Krida – so nennt man die Vorgehensweise des einstigen Unternehmers, der Firmenvermögen im Wert von rund 48.000 Euro im Vermögensverzeichnis verschwieg. Er wollte auf eigene Faust Schulden begleichen. Das Insolvenzverfahren wurde nicht eröffnet, da es schien, dass nicht ausreichend Vermögen da ist, um wenigstens die Kosten des Verfahrens zu decken. „Ich war da vermutlich zu schlampig“, räumt der Mann ein und wird zu sechs Monaten bedingt plus 1200 Euro unbedingter Geldstrafe verurteilt.

Boden unter den Füßen verloren

Der Mann wurde vor rund zwei Jahren schwer krank. Operation, danach nochmals eine Notoperation wegen Komplikationen. Nach zwei Jahren geschäftlicher Selbständigkeit zum Nichtstun verurteilt. Dazu immer mehr Schulden und die Erkenntnis, den Rest des Lebens im Rollstuhl verbringen zu müssen. Wie sich sein Gesundheitszustand weiterentwickelt, ist offen. Das alles berücksichtigt das Gericht bei der Urteilsfällung. Eine Vorstrafe, die erste im Leben des Mannes, kann das Gericht dem Geständigen dennoch nicht ersparen. Das Urteil ist rechtskräftig.

(VOL.AT)

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