PKK stellt Bedingungen für Freilassung von Geiseln

Nach der Entführung von drei Deutschen hat die kurdische Rebellenorganisation PKK die deutsche Bundesregierung unter Druck gesetzt.
Keine rasche Freilassung

Solange der deutsche Staat nicht erkläre, dass er von seiner “gegen das kurdische Volk und gegen die PKK gerichteten feindlichen Politik” abrücke, würden die Bergtouristen aus Bayern nicht freigelassen, zitierte die PKK-nahe Nachrichtenagentur Firat die PKK.

Der deutsche Außenminister Steinmeier wies die Bedingungen der PKK zurück. “Die Bundesrepublik lässt sich nicht erpressen”, sagte Steinmeier am Donnerstag. Er forderte die sofortige und bedingungslose Freilassung der Geiseln.

Die Bergsteiger waren in der Nacht zum Mittwoch auf dem Berg Ararat an der Grenze zu Armenien entführt worden. Die türkischen Sicherheitskräfte setzten in der Region eine groß angelegte Suchaktion fort.

Den drei deutschen Geiseln gehe es gut, ihnen sei nichts geschehen, erklärte die PKK (Arbeiterpartei Kurdistans) weiter. Die Kurdenrebellen hegten dem deutschen Volk gegenüber keine Feindschaft. Mit der Forderung nach einer Änderung der deutschen Kurdenpolitik spielte die PKK offenbar auf das vom Innenministerium Ende vergangenen Monats verhängte Verbot des PKK-Propagandasenders Roj-TV durch die deutschen Behörden an. Die Rebellen verlangten eine Einstellung der türkischen Militäraktionen in der Gegend. Die PKK und ihre Nachfolgeorganisationen sind in Deutschland verboten. Sie wird seit 2002 von der EU als Terrororganisation eingestuft.

Die Fahndung nach den Entführern lief auf Hochtouren. “Der Krisenstab ist intensiv bemüht, eine Lösung des Falles herbeizuführen”, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts. Die Region um den Berg wurde von türkischen Sicherheitskräften weiträumig abgesperrt, Hubschrauber waren im Einsatz. Der Ararat bleibe bis auf weiteres für Bergtouren gesperrt, sagte der Gouverneur der Provinz Agri, Mehmet Cetin, der Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi.

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