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Pitbullterrier-Angriff auf Dreijährige - Amt prüft Obsorge-Entzug

Das von drei Hunden im Bezirk Lilienfeld (NÖ) schwer verletzte Mädchen muss noch bis zu zwei Wochen im Spital behandelt werden. Die Dreijährige könnte danach möglicherweise bei einer Pflegefamilie untergebracht werden.

Die Behörden prüfen, ob der Mutter, die bereits seit 2008 von der Jugendschutzabteilung betreut wird, die Obsorge entzogen werden soll. Ermittelt wird außerdem wegen fahrlässiger Körperverletzungen. Drei Pitbullterrier hatten das Kind am 2. September im Haus der Eltern des Lebensgefährten der Mutter angefallen und in Kopf und Gesicht gebissen.

Dem Mädchen gehe es den Umständen entsprechend gut, Lebensgefahr bestehe nicht, sagte der Lilienfelder Bezirkshauptmann Ernst Anzeletti zur APA. “Laut Aussage der Ärzte wird zumindest ein Teil der Ohrmuschel verloren gehen.” Ein abgebissener Teil konnte ihr laut “Kurier” nur zum Teil wieder angenäht werden. Die Kratzer und Bisswunden im Kopfbereich müssten später vielleicht kosmetisch versorgt werden, so Anzeletti.

Die drei Pitbullterrier seien kürzlich ein Jahr alt geworden. Es gebe Vermutungen, dass sie das Mädchen in spielerischem Verhalten angegriffen hätten, erklärte der Bezirkshauptmann. Noch laufen allerdings die Erhebungen der Polizei, die einen Abschlussbericht an die zuständige Staatsanwaltschaft in St. Pölten verfassen muss. Diese will dann prüfen, ob es einen Strafantrag geben wird. “Ermittelt wird jedenfalls in Richtung fahrlässige Körperverletzung”, erklärte Behördensprecher Gerhard Sedlacek gegenüber der APA. Da sich der Vorfall nicht bei dem Mädchen zu Hause zugetragen habe, müsse man zusätzlich die Verantwortlichkeiten abklären.

Die Jugendabteilung der Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld prüft unterdessen, ob der Mutter das Sorgerecht entzogen werden soll. Es gehe darum festzustellen, in wie weit die Frau imstande sei, sich um ihre Tochter mit der nötigen Sorgfalt zu kümmern, betonte Anzeletti. Trotz unterstützenden Maßnahmen für die Familie seit 2008 seitens der Jugendwohlfahrt gebe es derzeit jedenfalls keinen Grund, die Mutter von dem Mädchen abzuschotten. Eine Entscheidung über die Obsorge wird frühestens am Donnerstag erwartet.

Die bissigen Pitbullterrier sollen bei ihrer Besitzerin bleiben. Die drei Hunde der Mutter des Lebensgefährten der Mama des Mädchens seien “von der Haltung und der Gefährlichkeit bisher nie auffällig gewesen”, so Anzeletti. Insgesamt hält die Frau fünf Vierbeiner. Diesbezüglich gebe es keine Hinweise aus der Bevölkerung, von der Gemeinde oder der Exekutive. “Die Hundehaltung selbst wurde vom Amtsarzt überprüft”, betonte er. “Laut Tierschutzgesetz haben wir keine Handhabe einzugreifen.”

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