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Pionierin im Kampf gegen Glimmstängel

Lustenau - Als Wirtin ist sie schon längst eine „Grand Dame“ in der Branche, feierte vor zwei Wochen ihren 70. Geburtstag. Doch bei Wilma Fink, Senior-Chefin vom „Krönele“, mischt sich Tradition und Bodenständiges perfekt mit Innovation und unternehmerischem Wagemut.

In den Ausbau des „Krönele“ investierte sie fast sieben Millionen Euro. Und vor drei Jahren setzte sie einen Maßstab der anderen Art – sie machte das „Krönele“ zu einem Nichtraucher-Gasthaus.

Impuls von Gästen

„Mir war damals schon ein wenig bang“, erinnert sich die Wirtin. „Aber es war so, dass der Impuls eigentlich von den Gästen kam. In den doch eher kleinen Wirtsstuben entwickelte sich schnell ein dicker Rauch. Und das störte doch viele.“ Fink glaubte zu spüren, „dass die Entwicklung hin zu strengerem Raucherschutz ging. Deswegen zogen wir das dann einfach durch.“ Natürlich vergrämte das absolute Rauchverbot zuerst einige Stammgäste. Doch nachhaltige Umsatzeinbußen blieben aus. Im Gegenteil. „Bald schon wussten viele Gäste die rauchfreie Atmosphäre zu schätzen. Und einigen von denen, die das zuerst gar nicht gut fanden, gefiel es dann plötzlich auch. Weil sie zum Zigarettenrauchen halt kurz an die Bar gingen.“

Nur an der Theke

Die Theke gleich neben dem Haupteingang ist im „Krönele“ heute die einzige Zone, die dem blauen Dunst als Fluchtgebiet blieb. Nicht einmal in den neuen Gastzimmern ist das Rauchen mehr erlaubt. Einmal mehr darf sich Wilma Fink bestätigt fühlen. Denn das durfte sie sich als Gastwirtin eigentlich immer. Wie zum Beispiel als junges Mädchen, als sie gewillt war, den Familienbetrieb weiterzuführen. Dieser war vor über 40 Jahren ein ganz gewöhnliches Dorfgasthaus mit ein paar Fremdenzimmern. Wie es in Lustenau zu jener Zeit mehrere gab. Doch im Gegensatz zu den zahlreichen Gasthäusern die zusperrten, ging Wilma in die gastronomische Offensive.

Nie in Pension

Stolz ist sie heute auf ihr Werk, das ihre Tochter Monika nun weiterführt. Aus dem Wilma jedoch noch lange nicht wegzudenken ist. „Gastwirtin bleibst du ein Leben lang. Da gibt es nicht wirklich eine Pension.“ Das Geheimnis einer guten Gastwirtin ist für Wilma Fink eigentlich keines. „Du musst es gerne tun, du musst Leute mögen, es darf dir nichts zu viel sein, du musst die Abwechslung lieben.“ Die dreifache Mutter und fünffache Großmutter sagt all dies wie aus der Pistole geschossen und mit einem breiten Lachen. Ein untrügliches Zeichen dafür, wie sehr sie die Gastwirtin lebt.

Wilma Fink

Geboren: 23. April 1938

Beruf: Gastwirtin

Wohnhaft: Lustenau

Familie: Verheiratet, drei Kinder, fünf Enkel

Hobbys: Malen, Lesen

Lieblingsspeise: Hausmannskost

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