Pfeifer hofft auf Olympia 2006

Der österreichische Eiskunstlaufverband geht mit der Hoffnung auf eine Olympiateilnahme in die neue Saison. Viktor Pfeifer muss beim Karl Schäfer Memorial, dem letzten Qualifikationswettkampf, unter die Top Sechs kommen.

Der ÖEKV, seit Jahresbeginn als eigenständiger Verband anerkannt, präsentierte am Montag in Wien sein neues, in den Farben Rot, Blau und Gelb gehaltenes Logo, den Internet-Auftritt www.oeekv.at und eine Strukturreform. Präsidentin Trixi Schuba spricht nach dem Rücktritt von Julia Lautowa von einem “Neubeginn”. Kurzfristiges Ziel ist die Teilnahme von Pfeifer bei den Winterspielen 2006 in Turin – Österreichs Kunstlauf-Riege war 1998 mit Lautowa zum bisher letzten Mal im Zeichen der Fünf Ringe auf dem Eis vertreten. “2010 wollen wir auch wieder bei den Damen präsent sein”, erklärte Schuba, die Olympiasiegerin von 1972.

Dabei sollen drei von der Bundessportorganisation aus dem Topf der “Besonderen Bundes-Sportförderung” unterstützte Projekte behilflich sein. In Graz (Leiterin Eva Sonnleitner), Salzburg/Oberösterreich (Uschi Koll) und Innsbruck (Claudia Houdek) entstehen drei Kompetenzzentren. Einerseits sollen Kindergarten- und Volksschulkinder an den Eiskunstlaufsport herangeführt werden, andererseits die Vereinsläufer- und Läuferinnen mehr Eiszeiten und bessere Trainingsbetreuung bekommen. Die Strukturreform setzt an den drei Hebeln Trainer- und Betreuungssystem, Infrastruktur und Nachwuchsförderung an.

Pfeifer zuversichtlich
Hauptaugenmerk liegt zunächst auf dem Karl Schäfer Memorial Mitte Oktober in Wien. “Victors Chancen auf das Erreichen eines Quotenplatzes sind sehr gut, er hat sich bestens vorbereitet”, ist Schuba optimistisch. Die Konkurrenz ist groß, bis dato gibt es über 100 Nennungen aus 44 Nationen. In die Olympia-Qualifikation hat es keine österreichische Dame geschafft. Pfeifer selbst kann mit dem auf ihm lastenden Druck gut umgehen. “Ich bin im Moment in Form. Die körperliche und technische Verfassung ist ebenfalls sehr gut. Leider vermasselte ich am Wochenende beim Junioren-GP in Tallinn meine Kür. Ich werde daraus lernen und diese Fehler sicher nicht mehr machen,“ so der 18-Jährige selbstsicher. Auch ein scheitern wäre für Österreichs größtes Eiskunstlauf-Nachwuchstalent kein Beinbruch. “Ich plane in dieser Saison einen Vierfachsprung in meinem Programm. Ich habe das Zeug beim Karl Schäfer Memorial einen Platz unter den Top sechs zu schaffen. Sollte dies nicht gelingen, ist es kein Weltuntergang für mich“.

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