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Pfand auf Einweg: Lösung gegen die Plastikmüll-Berge?

Pfand auf Einweg-Verpackungen
Pfand auf Einweg-Verpackungen ©Vorarlberger Gemeindeverband
Eine Studie des Bundes legt nahe, dass ein Pfandsystem auf Einweg-Verpackungen die "höchsten Effekte gegen Littering" erzielt. Vorarlbergs Gemeinden forderten dies bereits 2017.

Eine Studie des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus habe ergeben, dass ein Pfandsystem auf Einweg-Verpackungen die höchsten Effekte gegen Littering erzielt und dass die höchste Materialqualität an Kunststoffgetränkeflaschen einem Recycling zur Verfügung steht.

Statistisch gesehen nutze jeder Österreicher pro Monat 15 Kunststoff-Getränkeflasche, vor allem für Wasser und Limonade, und acht Getränkedosen. Nicht alle dieser Verpackungen landen nach dem Gebrauch am richtigen Platz, wie der Vorarlberger Gemeindeverband in einer Aussendung schreibt.

Millionenbeträge fürs "Aufräumen"

„Das Wegwerf-Problem belastet Bürgerinnen und Bürger, Umwelt und Budgets nach wie vor“, so Andrea Kaufmann, die Vizepräsidentin des Vorarlberger Gemeindeverbands. Auch im vergangenen Jahr haben Vorarlbergs Gemeinden wieder Millionenbeträge aufgewendet, um an Straßen und Wegen, auf Plätzen und bei öffentlichen Infrastruktureinrichtungen „aufzuräumen“. Die gesetzten Maßnahmen wie die Littering-Verordnung oder die dauernde Bewusstseinsbildung zeige zwar Wirkung, aber noch zu wenig.

EU-Quoten sind eine Herausforderung

Inzwischen habe das Thema auch aus einem anderen Grund an Aktualität gewonnen. So werde europaweit daran gearbeitet, den Kunststoffverbrauch zu verringern. Die von der EU vorgegebenen Quoten sehen vor, dass bis 2025 mindestens 50 Prozent der in Kunststoffmenge recycelt wird. Das sei auch für Vorarlberg eine Herausforderung.

Schon 2017 hat der Umweltverband im Auftrag der Städte und Gemeinden eine Resolution an das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus verabschiedet. Die Forderung: Ein Pfandsystem für alle Getränkeverpackungen bei gleichzeitiger Erhöhung des Mehrweganteils, damit Ressourcen geschont und die negativen Auswirkungen von Littering reduziert werden. "Eine Pfandlösung sei deshalb der richtige Weg", so Rainer Siegele, Obmann des Umweltverbandes.

(Red.)

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