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Pet Shop Boys als Pop-Choreographen im Gasometer

Eine kleine Pop-Sensation bot sich zahlreichen Fans im Gasometer beim Konzert der Pet Shop Boys.
Pet Shop Boys im Gasometer

Von seiner elegantesten und intelligentesten Seite zeigte sich der Pop gestern, Mittwoch, im Wiener Gasometer mit einem Auftritt der Pet Shop Boys. Das britische Duo Neil Tennant und Chris Lowe lockte dabei vorwiegend ein Publikum, das die Band noch aus der Zeit kennt, als sie in den mittleren 80er bis in die 90er Jahre hinein für zahlreiche Nummer-eins-Hits sorgten. Mit einer ausgeklügelten Bühnenshow im Würfel-Design bekam man statt Nostalgie aber den Beweis, dass die Pet Shop Boys immer noch eine der stilsichersten Erscheinungen im Pop-Business sind.

Die Hits von damals fehlten natürlich nicht. Der stoisch hinter seinem Pult verweilende Lowe, der sich als monopolistischer Verwalter von Synthies und Samples gab, sorgte dafür, dass Songs wie zum Beispiel der erste große Erfolg “West End Girls” nicht altbacken klangen. Ohnehin zeigt das aktuelle Album “Yes” (EMI), dass man auch nach fast 30 Jahren Karriere noch nicht den Blick für die musikalische Gegenwart verloren hat. Live war aber nicht das Neue der Mittelpunkt, sondern es gab die nicht unerwartete Werkschau, in der die meisten bekannten Songs nicht fehlten.

Das Auge bekam in der gestrigen Show dabei eine recht kantige Darbietung geboten. Die Bühne war mit weißen Quadern bestückt, die von weiß gewandeteten Arbeitern auch rasch adaptiert werden konnten. Ebenso waren die Köpfe der vier Tänzer meist mit Würfeln bedeckt, wenn sie nicht gerade als tanzende Hochhäuser oder wippende Christbäume tätig waren. Sie sorgten neben den Videoprojektionen dafür, dass Sänger Tennant nicht der einzige Blickpunkt blieb.

Neil Tennant konnte so auch problemlos seine Bekleidung wechseln, stand mal mit Lederjacke, mal mit Smoking vor dem Publikum, oder auch als König verkleidet, als es die Coverversion von Coldplays “Viva La Vida” gab. Ausflüge in die Disco gab es ebenso zu vermelden, etwa mit dem neuen Track “Love Etc”, und manchmal war so der Übergang zwischen Konzert und Clubbing fast ein fließender.

Die Hitdichte steigerte sich mit dem Verlauf des knapp 90-minütigen Auftritts, und bei “Suburbia” durfte sich das später auch namentlich vorgestellte Tanzquartett auch endlich seiner Quaderköpfe entledigen. “It’s A Sin”, der Chartbreaker aus dem Jahr 1987, markierte dann das vorläufige Ende des rundum gelungenen Auftritts. Der Jubel der Publikums war verdientermaßen groß. “Being Boring” und “West End Girls” gab es als Zugabe, ehe die obig erwähnten tanzenden Christbäume zu “It Doesn’t Often Snow At Christmas” erschienen, einem Song, der auf der EP “Christmas” zu finden sein wird, die am 11. Dezember erscheint.

Live zeigten die Pet Shop Boys jedenfalls, wie man ein Popkonzert perfekt inszenieren kann. Die Tänzer waren dabei auch nicht bloß hüpfendes Beiwerk, sondern präsentierten zum Teil wirkliche Choreographien, und die Songs selbst unterstrichen, warum die beiden Londoner zu den Ausnahmeerscheinungen in der Popwelt gehören. Alles in allem war dieser Abend im Gasometer rundum gelungen.

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