Pensionserhöhung: Vorarlberger Senioren wollen mehr

©PVÖ
Pensionen über 1.450 Euro brutto erhalten keine Erhöhung, sondern nur die gesetzliche Anpassung, kritisiert der Landespräsident des Pensionistenverbandes (PVÖ) Vorarlberg, Erich De Gaspari, den heutigen Ministerratsbeschluss. Während er die stärkere Erhöhung kleinerer Pensionen zwar begrüßt, aber angesichts der steigenden Teuerung für zu niedrig hält, warnte er vor einer Kaufkraft-Entwertung der Fachkräfte-Pensionen.
Pensionen werden ab 2019 erhöht

Pensionen über 1.450 Euro brutto erhalten überwiegend jene, die längere Erwerbszeiten besitzen und als Facharbeiter oder Angestellte in Gewerbe oder Industrie tätig waren. „Dies können wir so nicht stehen lassen. Schließlich handelt es sich bei dieser Pensionistengruppe um Leistungsträger, die sich für den Betrieb und den Chef eingesetzt und Überstunden geschunden haben“, so De Gaspari. Daher fordert der PVÖ-Landespräsident die Bundesregierung auf, in Verhandlungen mit den Pensionisten zu treten. “Es kann natürlich nicht sein, dass Fachkräfte in Zeiten steigender Inflation keine Erhöhung erhalten. Dies müssen wir der Regierung klar machen.”

Gesprächsverweigerung der Regierung

Kritisiert wird auch, dass die Bundesregierung die Pensionistenvertreter bisher zu keinem Gespräch eingeladen hat. Es war in der Vergangenheit Kultur, mit den Interessensvertretungen über die Pensionsanpassungen zu verhandeln.

Daher fordert der PVÖ nun die gesetzliche Verankerung von Pensionsverhandlungen. Letztlich hätten Verhandlungen den Sinn, nicht nur über einen statistischen Wert zu sprechen, sondern auch Faktoren wie Wirtschaftsleistung, sozialpolitische Ausgleichmaßnahmen etc. gemeinsam zu erörtern und dann die Pensionsanpassung anhand dieser festzuschreiben.

(Red.)

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