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Peking im Ausnahmezustand

Peking war wie erwartet am Tag der Eröffnung der XIX. Olympischen Spiele im "Ausnahmezustand". Das riesige Olympic Green, in dessen Herz sich das über 90.000 Zuschauer fassende Nationalstadion "Vogelnest" befindet, wurde schon am späten Vormittag hermetisch abgeriegelt.

In Peking herrschte auch wegen der zahlreichen Besuche von Staatsoberhäuptern aus der ganzen Welt höchste Sicherheitsstufe.

Während dadurch viele Medienvertreter nach Außeneinsätzen das ebenfalls im gesperrten Olympia-Areal liegende Hautpressezentrum nur noch durch einen langen Fußmarsch erreichten, profitierten Österreichs Sportler am Freitag davon, dass man am Abend erst als 182. von 205 Nationen einmarschierte. Erst 20 Minuten vor der am 8.8.2008 um acht Uhr acht abendlicher Ortszeit (14:08 MESZ) beginnenden Eröffnungsfeier wurden laut der stellvertretenden ÖOC-Delegationschefin Manuela Kovarik die ÖOC-Aktiven vom Österreich-Haus abgeholt.

Das von Fahnenträger und Segel-Doppelolympiasieger Hans Peter Steinacher angeführte ÖOC-Team begrüßte dies erfreut, reduzierte sich doch dadurch die Wartezeit bei der stundenlangen Feier erheblich. Bisher war Österreich aufgrund des lateinischen Alphabetes bei olympischen Eröffnungsfeiern stets weit vorne an der Reihe gewesen. In Peking kommen aber natürlich die chinesischen Schriftzeichen zur Abwendung und deshalb “Aodili” erst spät an die Reihe.

Rund 50 Personen umfasste die bei einer Regenwahrscheinlichkeit von 20 Prozent in Festkleidung angetretene ÖOC-Delegation. Davon nur rund 35 der 70 nach Peking entsandten Sportler und Sportlerinnen, weil viele Athleten wegen bevorstehender Wettkämpfe oder der Entfernung ihrer Wettkampforte Qingado (Segeln) oder Hongkong (Reiten) auf eine Anreise verzichtet hatten.

Die Eröffnungsfeier selbst, bei der rund 20.000 Darsteller auftreten sollten, war für vier Stunden angesetzt. Alleine der Einmarsch der Nationen dürfte sich über zwei Stunden erstrecken

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