Pauli löst Eklat auf CSU-Parteitag aus

Die Fürther Landrätin Gabriele Pauli hat auf dem Parteitag der bayerischen Regionalpartei CSU für Unruhe gesorgt.

Die innerparteilich umstrittene Kommunalpolitikerin erhob am Samstag schwere Vorwürfe gegen den designierten Ministerpräsidenten Günther Beckstein. Sie verlange von Beckstein eine Erklärung dafür, warum er sie als eine Person bezeichnet habe, „die zum Psychiater muss“, sagte Pauli. Damit verzögerte sie die geplante Kür Becksteins zum neuen Spitzenkandidaten der CSU.

Beckstein hatte die Partei zuvor zum Zusammenhalt aufgerufen. Nach der Wahl des neuen Parteichefs – er wird in einer Kampfabstimmung zwischen Pauli, dem bayerischen Wirtschaftsminister Erwin Huber und dem deutschen Landwirtschaftsminister Horst Seehofer gekürt – müsse die CSU „zu ihrer legendären Geschlossenheit“ zurückfinden, sagte Beckstein am Samstag beim CSU-Parteitag. Dies sei besonders vor den Kommunal- und Landtagswahlen im kommenden Jahr wichtig. Er setze „auf Mannschaftsgeist und Mannschaftsleistung.“

Den scheidenden Partei- und bayerischen Regierungschef Edmund Stoiber wolle er nicht kopieren. „Das klappt nie, und das mache ich nicht“, sagte Beckstein in seiner Rede, in der er die Leistungen den Politikers, zu dessen wenig freiwilligen Rücktrittserklärung Anfang des Jahres er maßgeblich beigetragen hatte, überschwänglich. Stoiber habe den Sieg bei der Bundestagswahl als Kanzlerkandidat knapper verfehlt als der legendäre CSU-Gründer Franz-Josef Strauß und auch das die von Stoiber erzielten 60 Prozent für die CSU bei der bayerischen Landtagswahl habe Strauß nie erreicht, betonte Beckstein. „Edmund Stoiber hinterlässt große Schuhe“, sagte er.

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