Passivhaus für die Olympischen Winterspiele sorgt für großes Aufsehen

Bregenz, Whistler - Das Österreich-Haus für die Olympischen Spiele 2010 in Kanada steht. Nachdem Mitarbeiter von Sohm Holzbautechnik in Alberschwende die Gebäudehülle des österreichischen Vorzeigeprojekts in Sachen Energieeffizienz vor Ort in Whistler aufgebaut haben, startet jetzt der Innenausbau des Passivhauses.

Überwältigt ist Projektinitiator Austrian Passive House Group (APG) von dem großen Interesse, dass dem Haus schon in der Bauphase sowohl in Kanada als auch in Europa entgegengebracht wird.

„Die ersten Medaillen hat Österreich bereits gewonnen, bevor die olympischen Winterspiele im Februar 2010 im kanadischen Vancouver und Whistler überhaupt eröffnet werden.” Davon ist der Projektkoordinator der APG DI Erich Reiner überzeugt. Denn das Österreich-Haus sorgt schon jetzt für großes Interesse in Kanada. „Bereits der Bau wird in Kanada mit großer Aufmerksamkeit verfolgt, sowohl von den Medien als auch von den unterschiedlichsten Interessensgruppen”, berichtet Reiner.

Das Österreich-Haus für die Olympischen Winterspiele 2010 in Kanada wird von der Austrian Passivehouse Group (APG) im Passivhaus-Baustandard gebaut. Zur APG haben sich die drei Vorarlberger Unternehmen Sohm Holzbautechnik, Drexel und Weiss, das Ingenieurbüro DI Erich Reiner und die beiden Tiroler Firmen Optiwin und zweiraum Werbeagentur zusammengeschlossen.

Die Gebäudehülle des zweigeschossigen Hauses und die Außenanlagen fertigt die Alberschwender Holzbaufirma Sohm Holzbautechnik. Die Fenster stammen von der Tiroler Firma Optiwin, die gesamte Haustechnik – zum Einsatz kommt das Kompaktgerät aerosmart x² – von Drexel und Weiss in Wolfurt. Als Architekten fungieren Treberspurg & Partner.

Großes Lob für die Handwerker
Den Aufbau der Gebäudehülle haben Mitarbeiter von Sohm Holzbautechnik und Optiwin gerade vor Ort in Whistler abgeschlossen. Jetzt beginnt der Innenausbau, den die kanadische Firma Durfeld Log Construction ausführt. Die ungewohnte Massivholz-Bauweise mit fertig produzierten großen Wand- und Deckenelementen zieht in Whistler viele Blicke auf sich. Bewundert wurde auch die Schnelligkeit, Geschicklichkeit und handwerkliche Präzision, mit der die österreichischen Handwerker das Haus aufgebaut haben.

„Sowohl unsere Baufirmen vor Ort als auch die Gemeindebediensteten haben von dieser Zusammenarbeit viel gelernt”, bestätigt der Bürgermeister von Whistler Ken Melamed. Er hofft dass dieses Projekt andere Kommunen in Kanada ermutigt, ähnliche Initiativen zu starten. „Damit der Passivhaus-Baustandard in Kanada zur Norm wird”, so Melamed.

Zahlreiche Besucher auf der Baustelle
Das Interesse der kanadischen Medien ist auf jeden Fall sehr groß. Erst kürzlich hat die größte kanadische Tageszeitung „Globe & Mail” einen ganzseitigen Bericht über das ungewöhnliche Projekt veröffentlicht. „Wir mussten kurzfristig Schutzhelme nachkaufen, damit die vielen Besucher die Baustelle überhaupt besichtigen konnten”, erzählt Projektkoordinator Erich Reiner erfreut.

Zu den Besuchern zählen neben den Medien auch örtliche Unternehmer, Architekten und Baustudenten der Universität von British Columbia. Für Bob MacPherson, den Chef der Planungsabteilung der Stadt Whistler ist das Projekt „Österreich Passiv Haus” ein Aushängeschild, das genau in die langfristige Planung von Whistler passt: „Nachhaltiges und energieeffizientes Bauen wird eine bedeutende Rolle spielen.”

Während der Olympischen Winterspiele (12. – 28. Februar 2010) und den anschließenden Paralympic Games (12. – 21. März 2010) wird das Passivhaus in Whistler vom Österreichischen Olympischen Comité (ÖOC), dem österreichischen Rundfunk (ORF) und der APG genutzt. Erstmals wird das Österreich-Haus nach der Beendigung der Spiele nicht abgebaut, sondern bleibt am Schauplatz.

Großes Werbepotenzial für Sponsoren
Im März 2010 veranstaltet die APG im Österreich-Haus gemeinsam mit der Außenwirtschaft-Österreich (AWO) und dem Canada-Green-Building-Council aus Vancouver ein österreichisch-kanadisches Wirtschaftsforum mit Kontaktbörse und Passivhaus-Fachtagung. Anschließend wird das Gebäude der Stadt Whistler kostenlos übereignet. Deshalb müssen die beteiligten Firmen der Austrian Passivhouse Group (APG) mit ihren Partnern dafür sorgen, dass das Projekt von genügend Sponsoren unterstützt wird.

„Bei der Resonanz, die das Haus in Kanada findet und den vielen in Österreich geplanten Marketingaktionen, sollten potenzielle Sponsoren hellhörig werden”, betont Markus Regensburger, verantwortlich für Marketing in der APG. „Spätestens während der laufenden Übertragungen und Berichterstattungen aus dem Österreich-Haus während der Olympischen Spiele, dürften viele Unternehmen merken, dass sie für einen überschaubaren Einsatz ein ungeheures Werbepotenzial erhalten.”

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