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Pasching im UEFA-Cup

FC Superfund Pasching hat sich in der 36. und letzten Runde mit einem verdienten 2:0-(2:0)-Heimsieg über Meister Austria Platz drei in der T-Mobile Bundesliga gesichert.

Damit spielen die Oberösterreicher, die den größten Erfolg der Vereinsgeschichte (2004 ebenfalls Dritter) egalisierten, in der kommenden Saison in der zweiten UEFA-Cup-Qualifikationsrunde.

Die Austria geht dagegen als Meister mit den wenigsten Punkten – 67 – seit Einführung der Drei-Punkte-Regel 1995/96 in die heimische Fußballgeschichte ein. Bisheriger „Rekordhalter“ war Tirol mit 68 Zählern aus der Saison 2000/01 gewesen.

Pasching übernahm gegen die bunt zusammengewürfelte Truppe des Double-Gewinners aus Wien, der mit sechs Ersatzspielern in der Anfangsformation agierte, nach rund einer Viertelstunde das Kommando. Die erste große Chance im Match hatten aber die Gäste: Nach einem Rushfeldt-Pass scheiterte Wallner mit seinem Drehschuss aufs kurze Eck an Torhüter Schicklgruber, der sich nicht überraschen ließ (20.).

Postwendend fiel das 1:0 für die Hausherren: Nach einem Einwurf von Bubenik spielte Chiquinho sofort zurück auf den Außenverteidiger, dessen Maßflanke von Thomas Pichlmann per Kopf zur Führung verwertet wurde. Es war das neunte Saisontor für den Stürmer.

Bis zur Pause vergaben die Paschinger zunächst einige Chancen – u.a. schoss der groß aufspielende Chiquinho daneben, nachdem er die Austria-Abwehr förmlich ausgetanzt hatte -, doch unmittelbar vor dem Pausenpfiff erhöhte Ketelaer mit einem Freistoß aus gut 20 Metern ins kurze Eck noch auf 2:0 (45.). Dabei machte Austria-Tormann Didulica keine gute Figur, die Mauer war ebenfalls alles andere als optimal eingerichtet.

In der Pause sorgten mehrere der 1.200 mitgereisten Austria-Fans, die bereits nach zwei Spielminuten pyrotechnische Leuchtkörper aufs Feld geworfen hatten, für Wirbel, weil sie in den Pasching-Sektor eindrangen und Schlägereien provozierten. Die Polizei verhinderte aber Schlimmeres. Auch Austria-Manager Markus Kraetschmer, -Trainer Frenkie Schinkels und -Kapitän Jocelyn Blanchard, der diesmal nur Ersatz war, beruhigten ihren Anhang einigermaßen, indem sie zum Mikrofon griffen und allesamt betonten, dass sie eine „schöne Meisterfeier“ wollen.

Nach der Pause steigerten sich die Wiener zwar deutlich und verzeichneten durch Wallner (59.) einen Stangenschuss. Auf der Gegenseite verhinderte nach einem Chiquinho-Corner und anschließenden Chaile-Kopfball die Latte das 3:0 für die Paschinger (77.), die ihrem scheidenden Erfolgstrainer Dietmar Constantini mit dem 2:0-Sieg ein würdiges Abschiedsgeschenk bereiteten. Nach dem Schlusspfiff, der auf Grund der bereits am Spielfeldrand warteten Anhänger schon eineinhalb Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit erfolgte, durften die Austria-Fans aufs Feld stürmen, um ihre Meistermannschaft zu feiern.

Admira vs. Salzburg

Zum letzten Mal für zumindest eine Saison war die Südstadt in Maria Enzersdorf Schauplatz eines T-Mobile-Bundesliga-Spiels von Nordea Admira. Die Niederösterreicher, die zum zweiten Mal in ihrer Bundesliga-Zeit und zum ersten Mal nach 1998 in die zweite Leistungsstufe absteigen müssen, verabschiedeten sich am Samstag mit einer 0:3 (0:1)-Niederlage vor 2.000 Zuschauern gegen Vizemeister Red Bull Salzburg.

Der Absteiger war zunächst spielerisch überlegen, und der verunsicherte Salzburg-Goalie Manninger entging zweimal nur knapp einem raschen Tor der Gastgeber: Vor allem in der 6. Minute, als der Blondschopf per Kopf außerhalb des Strafraums klären wollte, der Ball zu Bjelica kam und der nur knapp neben das Gehäuse der Salzburger köpfelte. Quasi im Gegenstoß traf der ein Comeback feiernde Vratislav Lokvenc aus vier Metern Entfernung nach einer Ivanschitz-Flanke nicht das Tor. Ähnliches passierte ihm auch in der 22. Minute, als er eine große Chance allein vor dem Tor nicht nützen konnte.

In der 35. Minute kam es dann zur insgesamt glücklichen Führung für den Vizemeister. Panis blockte vor der Linie nach einem Ivanschitz-Corner ab, Marc Janko nützte die Gelegenheit zum Abstauber und erzielte schon seinen elften Saisontreffer.

Nach Seitenwechsel wurde Lokvenc von Mayrleb ersetzt, die Jara-Truppe verlegte sich auf Konter. In der 72. Minute sorgte Aufhauser für die Vorentscheidung, als er nach einer Ivanschitz-Flanke per Kopf auf 2:0 erhöhte. Zwei eingewechselte Spieler fixierten in der 82. Minute den Schlusspunkt aus einem Konter: Mair passte zu Mayrleb, der mit seinem 7. Saisontreffer auf 3:0 erhöhte.

Verabschieden mussten sich die Fans nicht nur nach sechs Jahren en suite in der Erstklassigkeit, sondern auch von Thomas Flögel. Für den bald 35-jährigen, ehemaligen Hearts of Midlothian-Legionär war sein 350. Bundesliga-Spiel (das 25. für die Admira) sein letztes, er wechselt ins Management der 32Group von Admira-Präsident Majid Pishyar.

Sturm vs. Mattersburg

Der SK Sturm Graz hat sich mit einer Heimniederlage aus der Saison 2005/06 der T-Mobile Fußball-Bundesliga verabschiedet, doch wichtigere Entscheidungen stehen erst an. Die Grazer unterlagen am Samstag in der UPC-Arena dem Cupfinalisten SV Mattersburg mit 0:1 und beendeten die Liga auf Platz acht noch hinter den Burgenländern. Für Michael Petrovic war es vielleicht das letzte Spiel als Sturm-Trainer, zudem fällt am Montag die Entscheidung, ob die Grazer die Lizenz in zweiter Instanz erhalten.

Die ohne den angeschlagenen Didi Kühbauer angetretenen Mattersburger gingen gleich mit der ersten Aktion in Führung. Nach einem Angriff über links und einem Gestocher im Sturm-Strafraum kam Naumoski frei zum Schuss und ließ Torhüter Szamotulski keine Chance (7.). Sturm kam erst in der 24. Minute durch Rabihou zur ersten Chance, doch der Stürmer vergab ebenso wie später zweimal Sarac. Auf der Gegenseite traf Lang nur die Latte (41.).

In dem flotten Spiel übernahmen die Grazer nach der Pause deutlich das Kommando, scheiterten aber im Abschluss und mehrmals am starken Torhüter Borenitsch. In der turbulenten Schluss-Viertelstunde drängte Sturm vehement. Doch die Pfeife von Schiedsrichter Schörgenhofer blieb bei einer Attacke von Borenitsch an Filipovic stumm (83.), ein Treffer des Serben wird wegen Abseits aberkannt (87.).

Mit dem Sieg machten die Burgenländer noch zwei Plätze gut und schoben sich auf Rang 7 vor. Während der Europacup-Starter ohne große Sorgen in die Sommerpause gehen kann, müssen die finanziell angeschlagenen Grazer noch zumindest zwei Tage zittern. Am Montag entscheidet das Protestkomitee der Bundesliga in zweiter Instanz über die Lizenz für den SK Sturm, der noch ohne Spielgenehmigung ist.

Auch wichtige Personalentscheidungen stehen an. Trainer Petrovic will am Montag bekannt geben, ob er bei Sturm bleibt oder den Klub verlässt. Die Zeichen stehen auf Abschied. Manager Heinz Schilcher, dessen Vertrag mit Ende Juni abläuft, hat noch kein neues Angebot und will „unter diesen Bedingungen“ auch nicht weiter machen.

Ried vs. Rapid

Vorjahresmeister Rapid Wien hat sich mit einem Torfestival von einer verkorksten Bundesliga-Saison verabschiedet. Die Hütteldorfer bezwangen eine stark ersatzgeschwächte SV Ried im Hanappi-Stadion am Samstag mit 6:0 (4:0) und versöhnten damit ihre Fans, die während des Spiels noch mit einem Transparent gegen Klubführung, Trainer und Mannschaft protestiert hatten. Ried beendete die Saison vor Rapid als Vierter und spielt in der kommenden Saison im Fußball-UI-Cup.

Die Wiener hatten die Rapid-Viertelstunde in die erste Hälfte verlegt. Veli Kavlak eröffnete per Weitschuss den Torreigen nach 25 Minuten mit seinem ersten Saisontor, und legte sein zweites zehn Minuten später nach. Nach einem Rieder Abwehrfehler verwertete der erst 17-Jährige den Stanglpass von Marek Kincl zum 2:0.

Das dritte Tor machten sich die Innviertler, die auf ihren Topscorer Sanel Kuljic sowie Flankenspieler Seo verzichten mussten, selbst. Markus Berger traf nach Akagündüz-Flanke per Kopf ins eigene Tor (41.). Zwei Minuten später erhöhte Akagündüz auf 4:0, überhob nach einem weiten Pass von Martin Hiden Ersatz-Keeper Andreas Michl, der Stammgoalie Hans-Peter Berger ersetzte.

Schon zuvor hatte im mit 12.600 Zuschauer gut gefüllten Hanappi-Stadion nur die Gastgeber gespielt. Ried, das bei einem Auswärtssieg und einer gleichzeitigen Niederlage von Pasching noch auf Rang drei vorgestoßen wäre, bot eine blamable Leistung. Nur einmal tauchten die Gäste gefährlich vor dem Tor der Wiener auf (23.), ein Schuss von Herwig Drechsel strich aber über die Latte.

Rapid hatte dagegen Chancen im Minutentakt und verpasste durch Akagündüz (8.) und einen Latten-Freistoß von Martin Hiden (12.) eine frühere Führung. Nach dem Seitenwechsel versuchten die Rieder durch verstärkte Defensive eine weit höhere Niederlage abzuwenden, was aber nicht gelang. Denn Marek Kincl traf aus 20 Metern zum 5:0 (67.), der eingewechselte Andreas Dober machte dann das halbe Dutzend voll (90.). Heinz Hochhauser war damit kein schöner Abschied vergönnt.

Ihre Anhängerschaft hatten die Rapid-Spieler jedenfalls einigermaßen versöhnt. Diese hatten nach der Führung via Transparent einen „Präsidenten, der investiert, einen Trainer, der motiviert und eine Mannschaft, die ihre Gegner demoliert“ gefordert.

Tirol vs. GAK

Der GAK hat mit einem 3:1 (1:0)-Auswärtssieg in der 36. und letzten Fußball-Bundesliga-Runde am Samstag Wacker-Tirol-Trainer Stanislaw Tschertschessow einen bitteren Abschied vom Tivoli bereitet. Trotz der Niederlage feierten 5.100 Zuschauer am Tivoli ihren „Stani“, der sich Richtung Spartak Moskau verabschieden wird, auch nach Schlusspfiff. Ein umstrittenes Eigentor von Knabel ebnete den Grazern den Auswärtserfolg, Junuzovic und Hassler trafen in der Endphase für die „Rotjacken“, Aganun erzielte den zwischenzeitigen Anschlusstreffer.

Die Grazer bleiben aber auch nach dem Sieg die schlechteste Mannschaft in der Frühjahrstabelle, Wacker wurde in dieser Wertung noch von Rapid überholt und ist nun die zweitschlechteste Mannschaft des Frühjahrs. In der Abschlusstabelle beendete der GAK die Meisterschaft an 6. Stelle (45 Punkte), Wacker rutschte auf Platz neun (42) ab.

Hauptdarsteller der ersten Spielhälfte war Schiedsrichter Gerhard Grobelnik, der den Grazern in der 33. Minute die umstrittene Führung bescherte. Nach einer Standfest-Hereingabe spitzelte Knabel den Ball ins eigene Tor, GAK-Stürmer Skoro, dem das Zuspiel gegolten hatte, stand zu diesem Zeitpunkt allerdings im Abseits. Grobelnik entschied nach Beratung mit seinem Assistenten trotzdem auf Tor. Hätte der Deutsche den Ball nicht berührt, hätte das Tor nicht gegolten.

Drei Minuten später dann die nächste strittige Entscheidung: Tirols Aigner ging nach einem Zweikampf mit Hieblinger im Strafraum zu Boden, der Spielleiter entschied zum Ärger der Heimelf aber nicht auf Elfmeter.

Die zwei größten Chancen der Hausherren bereitete Wacker-Regisseur Kolousek vor, seine Freistöße in der 8. und 30. Minute fanden jedoch keine Abnehmer. Die beste GAK-Chance in den ersten 45 Minuten hatte Skoro vergeben, der nach Pass von Spirk allein auf Planer zulief, jedoch nur die Latte traf (20.).

Nach der Pause verflachte das Spiel. Tirol rannte bemüht, aber vergebens, gegen die in diesem Spiel gut positionierte GAK-Abwehr an. Chancen blieben bis zehn Minuten vor Schluss Mangelware, ehe die Fans doch noch drei Treffer sahen. Jung-Teamspieler Junuzovic, der im Konter drei Tiroler stehen ließ, auch noch Torhüter Planer umrundete und zum 2:0 verwertete (80.) sorgte für die vermeintliche Entscheidung. Als Aganun nach einer nur kurz abgewerten Hölzl-Schuss auf 1:2 stellte (83.) kam am Tivoli Hoffnung auf, die nach einem Hassler-Tor nur wenige Sekunden nach dem Anschlusstreffer aber wieder verflog (84.).

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