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Partnerstorch angekommen

Der Partnerstorch ist bereits eifrig auf Nahrungssuche.
Der Partnerstorch ist bereits eifrig auf Nahrungssuche. ©Daniela Lais

Kurz nach der Horstaktion in Hörbranz hat sich ein zweiter Storch eingefunden.

Hörbranz. Es musste schnell gehen, nach der Ankunft des ersten Hörbranzer Storchs. Innerhalb weniger Tage reagierte die Marktgemeinde und deckte den 50 Meter hohen Kamin der ehemaligen Sannwald Fabrik, in der im vergangenen Jahr der Nachwuchs des Storchenpaares tödlich verunglückte, mit einer Stahlabdeckung ab. Der Horst auf dem Parallelkamin wurde gereinigt und mit 100 Litern Hackschnitzel neu befüllt. Eine Ho-Ruck Maßnahme, deren Notwendigkeit jetzt bestätigt wird. Zwei Tage nach dem Großeinsatz, am Freitag Nachmittag, taucht das Partnertier des Weißstorchs zum ersten Mal auf und bezieht den sanierten Horst.

Erfolgreiches Jahr 2011

28 Jahre ist es her, als es zur ersten erfolgreichen Brut in Vorarlberg kam. Die Elterntiere stammten damals aus einer Auswilderungsstation in der Schweiz. Ähnlich der Situation in Hörbranz, bedienten sich die Tiere an vorhandener Infrastruktur und nützten einen Leitungsmast der Illwerke im Hohenemser Ried. Nachdem dieser Horst zwar langjährig, aber die letzten Jahre nicht mehr genützt wurde, wurde er auf Wunsch des Energieunternehmens entfernt. Sehr aktiv zeigt sich der Verein Rheintaler Storch, der im Alpenrheintal, in Vorarlberg, Liechtenstein und im St. Galler Rheintal auf Masten, Bäumen und Kaminen über vierzig Horstplattformen anbrachte. Auch die Erstmaßnahme zur Horsterrichtung auf dem Hörbranzer Sannwald Kamin wurde vom Verein initiiert. In Vorarlberg wurden 27 Horststellen errichtet, wovon siebzehn Horste im vergangenen Jahr von Weissstörchen besetzt waren. Zwölf erfolgreiche Paare zogen insgesamt 28 Jungvögel auf. „Das Jahr 2011 stellt ein Rekordjahr für die Vorarlberger Störche dar, die Installation von Horstmasten und der Unterhalt, sowie die Pflege der bestehenden Stellen, waren maßgeblich für die Zunahme der Brutpopulation verantwortlich“, erklärt Reto Zingg vom Verein Rheintaler Storch. Für das Jahr 2012 erhofft sich der Verein eine ähnlich positive Bilanz und konzentriert sich auf die Betreuung der vorhanden Niststellen und die Erhebung der Brutdaten. LAI

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