Parteien haben ihre Wahlplakate aufgestellt

Schwarzach - Wie die sprichwörtlichen Pilze schossen in den vergangenen Tagen die Wahlplakate für die Vorarlberger Landtagswahl am 20. September aus dem Boden. Dass dabei ÖVP, SPÖ und FPÖ die gesetzliche Frist nicht einhielten, sorgte zwar für Verstimmung bei den Grünen, wird aber vorerst keine Konsequenzen haben. Die Grünen wollen das Thema nach der Landtagswahl noch einmal ansprechen.
Wahlplakate in Bregenz
Aufregung um Wahlplakate

Das Plakatieren ist nach den Buchstaben des Gesetzes erst sechs Wochen vor der Wahl erlaubt. Als Erstes aber machten sich die Sozialdemokraten ans Aufstellen ihrer Plakate und unterschritten dabei die gesetzliche Norm um drei Tage, zwei Tage danach folgten ÖVP und FPÖ, die damit gemäß der Bestimmung noch einen Tag zu früh mit der Plakatwerbung begannen. Konsequenzen hat dies vorerst keine. “Vor den Wahlen tun wir nichts mehr, aber danach werden wir mit den anderen darüber reden. Es geht auch um andere Fragen wie etwa die Parteienfinanzierung”, sagte Grünen-Landesgeschäftsführer Mario Lechner gegenüber der APA.

Die meisten Wahlplakate in Vorarlberg zeigen das Gesicht von ÖVP-Landeshauptmann Herbert Sausgruber. Seit Ende der vergangenen Woche wurden 120 Großplakate und 600 Dreieckständer in Position gebracht. Der Slogan zum Bild von Sausgruber lautet: “In schwierigen Zeiten in guten Händen”, ab 15. August wird laut ÖVP-Landesgeschäftsführer Dietmar Wetz ein weiteres Motiv aufgezogen. Die Dreieckständer sind mit mehreren Themen bestückt, vielleicht kommen noch einige Sujets hinzu.

Die SPÖ hat 85 große und 500 kleine Plakate platziert, die ersten sind aber bereits wieder verschwunden. “Im Bregenzerwald fehlen schon sechs”, berichtete SPÖ-Landesgeschäftsführer Franz Lutz von Vandalenakten. Von den Großplakaten lacht Spitzenkandidat Michael Ritsch, neben seinem Konterfei steht “Stark für die Schwachen” und unter seinem Namen “Vorarlbergs soziale Kraft”. Drei Wochen vor der Wahl werde es neue Plakate geben, dann würden auch die derzeit sechs Motive auf den Dreieckständern ersetzt, so Lutz.

Die FPÖ hat bereits 70 Großplakate und 400 Dreieckständer aufgestellt, es sollen jeweils noch ein paar dazukommen. Auf den Großplakaten stehen laut FPÖ-Landesgeschäftsführer Gerhard Dingler neben der Person von Spitzenkandidat Dieter Egger die zwei Themen Familie und Jugend im Mittelpunkt, Ende August bzw. Anfang September werde es neue Plakate geben. Sowohl auf den kleinen Werbeflächen der Dreieckständer als auch auf den Großplakaten findet sich der Verweis “Die Heimatpartei”. Auch die Kleinplakate widmen sich zwei verschiedenen Themen, später im Wahlkampf werden sie von drei anderen abgelöst.

Im Gegensatz zu den anderen Landtagsparteien verzichten die Grünen “im Sinne einer Kostenbeschränkung in Zeiten der Wirtschaftskrise” auf Großplakate. Über das Land verteilt haben die Grünen laut Lechner 450 Standorte für Dreieckständer, auf denen derzeit auf grünem Hintergrund der Slogan “mit-uns-gerecht.at” plakatiert ist. Auf den Plakaten scheint weder die Bezeichnung “Grüne” noch der Name von Spitzenkandidat Johannes Rauch auf. Später im Wahlkampf werden weitere Slogans folgen, kündigte Lechner an.

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