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Parmalat-Pleite

Der Verwalter des insolventen Milchproduzenten Parmalat, Enrico Bondi, hat die norditalienische Bank UBM verklagt. Er verlangt eine Entschädigung von 1,8 Mrd. Euro, wie am Samstag bekannt wurde.

Die Tochter der Bank Unicredit habe zwischen 2001 und 2003 Transaktionen mit Parmalat-Bonds in die Wege geleitet, obwohl die Bank über die finanzielle Lage des Nahrungsmittelkonzerns bestens informiert gewesen sei, heisst es in der Klage.

UBM wies die Vorwürfe zurück zurück: Die Bank sei nicht über die Lage Parmalats informiert gewesen, als die Operationen mit Parmalat- Bonds beschlossen wurden, heisst es in einer Mitteilung.

Bondi fordert bereits von der Unicredit eine Entschädigung von 4,4 Mrd. Euro. Von der UBS und der Deutschen Bank verlangt er Schadenersatz von 2,2 Mrd. Euro. Bondi macht die Banken für den Zusammenbruch des Milchproduzenten mit verantwortlich.

Unter anderem geht es darum, dass die Banken teilweise bis kurz vor dem Kollaps für Parmalat milliardenschwere Anleihetransaktionen getätigt haben. Sie hätten die Unregelmässigkeiten früher bemerken müssen, argumentiert Bondi. Die beschuldigten Banken weisen dies entschieden zurück.

Mit der neuen Milliardenklage setzt Bondi seine Klagewelle gegen die Banken des Konzerns fort. Von den beiden grössten US-Banken, Citigroup und Bank of America, sowie zwei Wirtschaftsprüfungsgesellschaften fordert Bondi sogar insgesamt 8,2 Mrd. Euro.

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