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Pariser Bürgermeister mit Hiebwaffe verletzt

Der Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoe ist während der „Weißen Nacht“ in der französischen Hauptstadt mit einem Messer angegriffen und leicht verletzt worden.

Er wurde in der Nacht zum Sonntag mit einer Bauchwunde ins Krankenhaus gebracht. Der Angreifer, ein 39-jähriger Mann, wurde von einem Rathaus-Mitarbeiter überwältigt.

Am Sonntagmorgen verhörte ihn die Polizei. Das Spektakel „Weiße Nächte“ fand zum ersten Mal in Paris statt. Zahlreiche öffentliche Einrichtungen blieben die Nacht über für das Publikum zugänglich. Auch das Rathaus öffnete seine Türen für tausende Besucher.

Nach Angaben einer Mitarbeiterin ging der Bürgermeister gegen 02.30 Uhr durch die stark besuchten Räume des Rathauses, als sich der Mann mit dem Messer wortlos auf ihn stürzte. Delanoe, der wie üblich keinen Leibwächter bei sich hatte, ging zu Boden, blieb aber bei Bewusstsein. Vizebürgermeister Christophe Girard beschrieb den Angreifer als verwirrt.

Der Mann ist bei der Polizei bekannt. Seine Identität wurde zunächst nicht bekannt gegeben. Delanoe wurde nach dem Angriff erst in einem Rettungswagen behandelt und dann gegen 03.30 Uhr ins Krankenhaus Pitie-Salpetriere gebracht. Dort besuchte ihn kurze Zeit später der französische Innenminister Nicolas Sarkozy.

Der Sozialist Delanoe wurde im März 2001 zum ersten linken Bürgermeister der französischen Hauptstadt seit 1977 gewählt. Aufsehen hatte er zuvor im November 1998 erregt, als er sich als einer der ersten französischen Politiker öffentlich und ohne viel Aufhebens zu seiner Homosexualität bekannte.

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