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Paris: Skandal um Stink-Gas-Einsatz

Mit einem übelriechenden und möglicherweise gesundheitsschädlichen Gas wollte der Bürgermeister von Argenteuil Obdachlose aus dem Stadtzentrum verjagen - und hat damit in der Stadt nordwestlich von Paris einen Skandal ausgelöst.

Städtische Beamte hätten sich geweigert, das Mittel einzusetzen, meldete der französische Rundfunk am Samstag.

„Wir wollen gern Jagd auf Ratten machen, aber nicht auf Wohnsitzlose“, sagte ein Beamter der Stadtverwaltung. „Auf dem Behälter steht, dass das Mittel nicht eingeatmet werden soll.“

Die Anweisung des konservativen Bürgermeisters Georges Mothron sei eine „skandalöse Hetzjagd auf arme Leute“, protestierte die sozialistische Opposition. Ein Sprecher der Herstellerfirma des Produkts namens „Malodore“ (Schlechter Geruch) nannte das Mittel ungefährlich. „Der üble Geruch hält sich allerdings mehrere Wochen.“ Normalerweise werde das Mittel an Brücken oder gefährlichen Stellen versprüht, um Menschen von diesen Punkten fernzuhalten.

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