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Paris: Michael Haneke spaltet Publikum

Michael Haneke hat bei seinem Debüt als Opernregisseur das Publikum entzweit. Als der Österreicher zum Verbeugen auf die Bühne kam, geriet die Oper zu einem wahren Hexenkessel.

Gegen diesen Buh-Orkan hatten etliche energische Bravo-Rufer kein leichtes Spiel. Mit einer deklariert heutigen Interpretation von “Don Giovanni” hatte Haneke das Pariser Publikum entzweit.

Die Oper spielt in einer von Christoph Kanter detailgetreu entworfenen Lounge eines gläsernen Bürogebäudes inmitten von Hochhäusern, Don Giovanni und Leporello sind kaltschnäuzige junge Managertypen, Macher, die über Leichen gehen. Zu Fall gebracht werden sie schließlich von eingewanderten, unterprivilegierten Arbeitskräften.

Die Putzkolonne legt bei Don Giovannis Höllenfahrt, die mit einem von Elvira geführten Messerstich beginnt, selbst mit Hand an. Auch über diese politische Deutung gingen die Meinungen ziemlich auseinander.

Unter dem teilweise hervorragenden Sängerensemble stachen Peter Mattei (Don Giovanni), Christine Schäfer (Donna Anna) und Aleksandra Zamojska (Zerlina) heraus. Schwachpunkt des Abends war das Orchester der Pariser Oper unter der Leitung von Sylvain Cambreling. Dennoch sicher ein Höhepunkt der internationalen Feierlichkeiten zu Mozarts 250. Geburtstag. Und eine der wichtigsten szenischen Mozart- Interpretationen der vergangenen Jahre.

In der österreichischen Hauptstadt wurde indes am Freitagabend das Theater an der Wien mit „Idomeneo“ als Opernhaus wiedereröffnet. Wäre nicht der anschließende Applaus gewesen, man hätte das Aufatmen des gesamten Ensembles hören können, als der letzte Ton verhallte. Verständlich, stand die Koproduktion mit der Staatsoper seit längerem unter keinem guten Stern. Dirigent Seiji Ozawa wie Regisseur Willy Decker waren vorzeitig erkrankt und mussten ersetzt werden.

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