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Papstbesuch beschert ihr Schlafdefizit

Wolfurt - Wie sie den Papstbesuch erleben werde? "Das frage ich mich auch schon", sagt Andrea Geiger und schmunzelt.

Seit Wochen arbeitet sie 16 Stunden täglich, das Schlafdefizit wird immer größer. Ausruhen wird sich die gebürtige Wolfurterin allerdings auch an diesem Wochenende nicht können; würde sie das tun, es wäre eine Katastrophe – ist sie doch für die Organisation des dreitägigen Österreich-Aufenthalts von Benedikt XVI. verantwortlich. Ohne sie geht’s nicht.

Ab heute wird sie dem Papst immer ein paar Schritte voraus sein, um ein letztes Mal zu prüfen, dass alles passt, wenn er kommt.

Zur Cheforganisatorin des Papstbesuches kann man naturgemäß nicht ausgebildet werden. Auch Andrea Geiger ist es mehr oder weniger zufällig geworden: Neben ihrem Theologie- und Pädagogikstudium hat sie sich in der Führung der Katholischen Jugend engagiert. Dabei ist sie zu Großprojekten wie “72 Stunden ohne Kompromiss“ gekommen, die das soziale Engagement von jungen Leuten fördern.

Nachdem sie schließlich bei der „Stadtmission“ in Wien angeheuert hatte, wurde sie von einem Landsmann, Kardinal Christoph Schönborn, zur Organisation der „Wallfahrt der Völker“ nach Mariazell im Jahr 2004 geholt.

Weil diese Veranstaltung mit mehr als 100.000 Gläubigen so reibungslos ablief, durfte sie sich gleich der nächsten Herausforderung annehmen: der Vorbereitung des Jubiläumsjahres “850 Jahre Mariazell“.

Im Mittelpunkt steht nun der Papstbesuch. Wobei sich Geiger um alles Erdenkliche kümmern muss: Welche Besucher wo sitzen dürfen, was der Heilige Vater zu essen bekommt (die Vorgaben beschränkten sich darauf, dass eine Mahlzeit maximal eine Stunde dauern darf und nur österreichische Produkte verwendet werden dürfen), etc.

Das Aufreibendste sind die Detailfragen, wie Geiger mittlerweile weiß: Wenn es etwa darum geht, zu klären, wie weit Gläubige an Benedikt XVI. herankommen dürfen, dann müsse mit den Sicherheitskräften „um Zentimeter gerungen“ werden.

Andererseits gebe es aber auch berührende Erlebnisse, so Geiger. So erhielten sie und ihre Mitarbeiter in einem Büro des erzbischöflichen Palais am Stephansplatz immer wieder Briefe, in denen Frauen und Männer anhand persönlicher Schicksalsschläge erklären, warum sie den Papst unbedingt sehen wollen.

ZUR PERSON

Andrea Geiger
Beruf: Projektmanagerin
Geboren: 15.12.1970, Wolfurt
Familie: ledig
Ausbildung: Studium der Pädagogik und der Theologie
Laufbahn: Mitarbeiterin der Jugendstelle der Diözese Feldkirch, Jungschar-Funktionärin; Mitarbeiterin der Bischofskonferenz (Projektmanagerin)

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