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Papst surft im Internet und schickt E-Mails

Der Papst liebt neue Technologien. Er surft im Internet und sendet E-Mails. Dies berichtete in einem TV-Interview Bischof Claudio Maria Celli, Präsident des päpstlichen Rates für die soziale Kommunikation. "Der Papst sendet persönliche E-Mails. Er schätzt neue Technologien. Er hat zwar keine eigene E-Mail-Adresse, seine elektronische Post wird aber vom Vatikan verschickt", sagte Celli im Interview mit dem TV-Kanal "Italia 1" am Donnerstag.

“Der Papst kann natürlich nicht den Millionen von E-Mails antworten, die täglich eintreffen, ich bin aber sicher, dass er für alle jene Personen betet, die ihm schreiben”, erklärte der Bischof.

Am heutigen Donnerstag hat im Vatikan ein dreitägiges Seminar für europäische Bischöfe zum Thema “Die Internet-Kultur und die Kommunikation der Kirche” begonnen, bei dem die Kirchenvertreter Manager von Facebook, Google und YouTube treffen werden, die ihnen die Geheimnisse des Internet erklären werden. “Auf diese Weise können die Bischöfe besser die Rolle begreifen, die das Internet in der Mission der Kirche spielen kann”, hieß es in einer Presseaussendung des Vatikans.

Geplant ist unter anderem die Ansprache eines Soziologen, der über die Beziehung zwischen Jugendlichen und dem Internet sprechen wird. Die Bischöfe, ihre Pressesprecher und die Kommunikationsverantwortlichen der europäischen Episkopate setzen sich auch mit dem Thema Hacker auseinander. Zum Treffen wurden ein minderjähriger Schweizer Hacker und ein Interpol-Verantwortlicher im Kampf gegen Kriminalität im Internet eingeladen.

Facebook ist im Vatikan schon längst nicht mehr ein Fremdwort. Seit wenigen Monaten ist mit “www.pope2you.net” eine neue Internetseite des Vatikan online, über welche Nutzer den Papst auf Facebook virtuell treffen können. Die Besucher können dort aus mehr als einem Dutzend “virtueller Postkarten” mit Bildern und Botschaften des Papstes wählen und diese auch weiterverschicken.

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