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Papst prangert Holocaust als "Schande für die Menschheit" an

Der 27. Jänner, der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, wird in vielen Ländern zum Gedenken an die Ermordung der europäischen Juden begangen.
Der 27. Jänner, der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, wird in vielen Ländern zum Gedenken an die Ermordung der europäischen Juden begangen. ©EPA/ dpa
Papst Franziskus hat den Holocaust als "Schande für die Menschheit" bezeichnet. Ein solcher Horror dürfe sich nie mehr wiederholen, heißt es in einem Brief des Papstes an den argentinischen Rabbiner Abraham Skorka, aus dem Radio Vatikan am Montag zitierte.

Das Schreiben sollte am Abend vor einem Konzert zum Holocaust-Gedenktag in Rom verlesen werden. Die aufführenden Musiker spielen auf zwölf Geigen und einem Cello, die von Überlebenden und Opfern des Holocaust stammen.

Das Publikum höre Werke von Vivaldi, Beethoven und anderen großen Komponisten, “hinter dem Klang der Musik ist jedoch der stille Klang der historischen Tränen vernehmbar”, erläuterte Franziskus. Diese Tränen hinterließen Spuren im Herzen der Völker. Er wünsche dem Konzert viele Zuhörer, so der Papst. Skorka, Rektor der lateinamerikanischen Rabbinerschule in Buenos Aires, ist ein langjähriger Freund des Papstes.

Der 27. Jänner, der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, wird in vielen Ländern zum Gedenken an die Ermordung der europäischen Juden begangen.

Bei seiner Teilnahme an einer Feier zum Holocaust-Gedenktag im römischen Quirinalpalast zeigte sich indes Italiens Staatspräsident Giogio Napolitano über antisemitische Beleidigungen gegenüber Juden in Rom empört. Die Paketsendungen mit Schweineköpfen an die jüdische Gemeinde, Israels Botschaft und ein städtisches Museum, das eine Holocaust-Ausstellung zeigt, seien eine “schändliche Provokation”, sagte Napolitano am Montag bei der Gedenkfeier. Sie richteten sich gegen die ganze italienische Gesellschaft. Er hoffe, dass die Verantwortlichen gefunden würden. Jede Form von Judenfeindlichkeit müsse rigoros bekämpft werden, so das Staatsoberhaupt.

Außer den Paketsendungen hatten Unbekannte am Wochenende auch jüdische Gemeindegebäude mit antisemitischen Sprüchen beschmiert. (APA)

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