Papst küsste Baby, das Nachfahrin eines Märtyrers ist

Viele Eltern hatten beim Abschlussgottesdienst des Weltjugendtages in Sydney gehofft, Papst Benedikt XVI. würde bei seiner Fahrt mit dem Papamobil über die Pferderennbahn von Randwick ausgerechnet ihr Kind segnen.

Es war die kleine Tumi, das einen päpstlichen Kuss bekam, wie das australische Boulevardblatt “Daily Telegraph” am Montag laut Kathpress berichtete. Die aus Vietnam stammenden Eltern des Kindes seien überzeugt, dass ihr heiliggesprochener Vorfahre Joseph Luu Van Nguyen den Papst zu Tumi geführt habe.

Der vietnamesische Laie, der im Mai 1854 wegen seines Glaubens im Gefängnis gefoltert wurde und daran starb, war nach den Angaben des Blattes Tumis Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Großvater. Papst Johannes Paul II. hatte Luu am 19. Juni 1988 gemeinsam mit 116 weiteren vietnamesischen Märtyrern heiliggesprochen und damit in Vietnam Irritationen hervorgerufen. Hanoi hatte erklärt, diese Kanonisierung würde “die Geschichte des Landes entstellen”. Die 117 Katholiken waren unter der Herrschaft des Kaisers Tu Duc (1847-1883) hingerichtet worden, der sich erfolglos dem Vordringen der Franzosen zu widersetzen versuchte.

Die Mutter der kleinen Tumi sagte über den Papstkuss: “Ich musste weinen. Ich werde diesen Augenblick niemals vergessen.” Das aus Vietnam stammende Elternpaar hatte während des Weltjugendtags in seinem Haus in Sydneys Stadtteil Cabramatta neun Pilger aufgenommen, so der “Daily Telegraph”.

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