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Papst Johannes Paul II.

Der Vatikan hat eine Dokumentation über die letzten Wochen von Papst Johannes Paul II. veröffentlicht. Das 220-seitige Buch enthält auch die letzten Worte des Papstes vor seinem Tod im April.

„Lasst mich in das Haus des Vaters gehen.“

Der Papst habe seine letzten Worte sechs Stunden vor seinem Tod am 2. April um 21.37 Uhr gesprochen, heißt es in dem Buch. Etwas vor 19.00 Uhr sei er dann ins Koma gefallen. Der langjährige Sekretär des verstorbenen Papstes, der jetzige Krakauer Erzbischof Stanislaw Dziwisz, hatte vergangenen Monat in einem Fernsehinterview gesagt, eine Nonne am Totenbett habe Johannes Paul II. die Worte „Lasst mich zum Herren gehen“ sagen hören.

Der Vatikan trat damit erneut Medienberichten entgegen, Johannes Paul II. habe sich unmittelbar vor seinem Tod zum Fenster seines Appartements im Vatikan gewandt, unter dem zehntausende Gläubige für ihn beteten, und in einem letzten Aufbäumen das Wort „Amen“ gesagt. Einer polnischen Tradition entsprechend war das Totenzimmer des Papstes nur von einer kleinen Kerze erleuchtet.

Dziwisz betonte, dass der Papst die betenden Menschen vor seinem Zimmer gehört habe. Laut der Dokumentation des Vatikans durchlebte Johannes Paul in den letzten Stunden verschiedene Bewusstseinsstufen. So seien seine Augen während der Messe am späten Nachmittag des 31. März in seinem Totenzimmer völlig geschlossen gewesen. „Aber im Moment der Wandlung von Brot und Wein hob er zwei Mal schwach seine Hand.“ Auch während des Gebetes „Lamm Gottes“ habe er sich auf die Brust gegriffen.

Die vom Verlag des Vatikans herausgegebene Dokumentation beginnt mit einem Eintrag vom 31. Jänner. Das Buch schildert detailliert alle ärztlichen Behandlungen des kranken Papstes während seiner beiden Krankenhausaufenthalte sowie den Verlauf der letzten Stunden in seiner Wohnung im Vatikan.

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