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Papst Franziskus kritisiert Kapitalismus

Deutliche Worte von Papst Franziskus.
Deutliche Worte von Papst Franziskus. ©AP
Papst Franziskus hat das weltweite Wirtschaftssystem als "unerträglich" bezeichnet. "Damit das System fortbestehen kann, müssen Kriege geführt werden, wie es die großen Imperien immer getan haben", betonte Franziskus in einem Interview der spanischen Zeitung "La Vanguardia" (Freitag). "Einen Dritten Weltkrieg kann man jedoch nicht führen, und so greift man eben zu regionalen Kriegen."

Die führenden Volkswirtschaften in der Welt sanierten ihre Bilanzen mit der Produktion und dem Verkauf von Waffen. Sie opferten den Menschen dem Idol des Geldes. “Wenn man Fotos von unterernährten Kindern aus verschiedenen Teilen der Welt sieht, kratzt man sich am Kopf. Das versteht man nicht”, sagte der Papst. “Das Wirtschaftssystem sollte im Dienst des Menschen stehen. Aber wir haben das Geld in den Mittelpunkt gerückt, das Geld als Gott.”

Kritik an hoher Jugendarbeitslosigkeit

Außerdem kritisierte der Papst die hohe Jugendarbeitslosigkeit in vielen Ländern. “Wir schließen eine ganze Generation junger Leute aus”, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche.

(APA)

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