AA

Papst Benedikt XVI. sprach Sonntagsgebet

Zwei Wochen nach seiner Wahl zum Kirchenoberhaupt hat Papst Benedikt XVI. am 1. Mai erstmals das Sonntagsgebet vom Fenster seiner Wohnung im dritten Stock des Apostolischen Palastes gesprochen.

Besondere Glückwünsche richtete der neue Papst an die orthodoxen und orientalischen Kirchen, die am Sonntag das Osterfest feierten. Zugleich forderte er im Hinblick auf den 1. Mai soziale Gerechtigkeit und gerechte Arbeitsbedingungen, wie Kathpress berichtete.

„Christos anesti“ (Christus ist auferstanden), zitierte Benedikt XVI. den traditionellen Ostergruß der Orthodoxie. „Der auferstandene Christus ruft uns, mit Entschlossenheit den Weg zur vollen Gemeinschaft weiterzugehen“, sagte der neue Papst unter dem Beifall der mehr als 100.000 Menschen, die auf dem Petersplatz versammelt waren.

Benedikt XVI. erinnerte daran, dass Pius XII. vor genau 50 Jahren das Fest des Heiligen Josef, des Arbeiters, in der katholischen Kirche eingeführt hatte, um die Bedeutung der Arbeit und der „Präsenz Christi in der Welt der Arbeit“ zu unterstreichen. Ebenso verwies er auf die Enzyklika „Laborem exercens“ seines Vorgängers Johannes Paul II. In diesem Zusammenhang unterstrich der neue Papst seine Hoffnung, dass es für die jungen Menschen genügend Arbeitsplätze geben möge. Einen besonderen Gruß richtete Benedikt XVI. an die Katholische Arbeitnehmerbewegung Italiens (ACLI), die am 1. Mai ihrer Gründung vor 60 Jahren gedachte.

„Zum ersten Mal wende ich mich an euch von diesem Fenster aus, das die geliebte Figur meines Vorgängers unzähligen Menschen auf der Welt so vertraut gemacht hat“, sagte Benedikt XVI., als er sich pünktlich um 12:00 Uhr am Fenster seiner Privatwohnung zeigte. Mit diesem regelmäßigen Gebet habe Johannes Paul II. ein Vierteljahrhundert lang die Geschichte der Kirche und der Welt begleitet. Erneut dankte Benedikt XVI. allen, die ihn in diesen Tagen im Gebet begleitet hatten.

Nach dem Mittagsgebet bekundete Benedikt XVI. seine Verbundenheit mit allen Völkern, die an Krieg, Krankheit und Armut leiden. Besonders gedachte er der westafrikanischen Republik Togo, wo es in den letzten Tagen zu bürgekriegsähnlichen Unruhen gekommen ist.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Welt
  • Papst Benedikt XVI. sprach Sonntagsgebet
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.