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Palmers prüft Börsengang

Die österreichische Textil AG Palmers sieht sich nach Übernahmen um und will in zwei oder drei Jahren an die Börse. Palmers ist derzeit in 18 Ländern vertreten.

Dies erklärte Vorstandschef Thomas Weber am Freitag in einem Interview mit der Tageszeitung „Der Standard“ (Freitag-Ausgabe). Palmers überlege weitere Zukäufe von Ladenketten wie etwa internationale Markenfirmen, um schneller expandieren zu können. Focus dafür liegt laut Weber auf Europa, es gebe aber auch Anfragen aus China und den USA.

Einen Verkauf der Kette an einen Konkurrenten schloss Weber aus. „Unser Plan ist ein Börsengang in zwei, drei Jahren, vermutlich in Wien“, sagte Weber in dem Interview. Auch eine Doppellistung wäre möglich, da Palmers stark in Deutschland ausbaue. Weber gab sich zuversichtlich, dass es bei den rund 800 Mitarbeitern in Österreich bleiben wird. Von den rund 235 Standorten in Österreich sollen etwa 200 langfristig erhalten werden. Ziel ist der Wechsel auf größere Standorte, die Verkaufsfläche soll sich nicht reduzieren.

In den letzten drei Jahren verfeinerte Palmers das Design der Produkte, erneuerte den Ladenbau und begann mit der Internationalisierung. In den vergangenen sechs Monaten konnte Palmers laut Weber, trotz der zunehmenden Konkurrenz durch Billigketten wie H&M, ein zweistelliges Umsatzplus erzielen. Der operative Gewinn sei in der Vergangenheit „nicht üppig“ gewesen, im Geschäftsjahr 2006/07 aber um 150 Prozent gestiegen, so der Vorstand. Konkrete Zahlen nannte er aber nicht.

Die Palmers Textil AG gehört seit Ende 2004 zwei Investmenthäusern, zu rund 70 Prozent der deutsche Quadriga Capital und zu 25 Prozent der Wiener Lead Equities AG. Zur Zeit konzentriert sich das Unternehmen laut Weber auf die zwei Marken, Palmers und p2. Ende März 2006 hatte Palmers seine Gazelle-Standorte an die Huber Shop GmbH übergeben. Palmers ist derzeit in 18 Ländern vertreten.

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