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Palästinenser lehnen Teilabzug ab

Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat hat einen Plan des amtierenden israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert für einen Teilabzug aus dem Westjordanland abgelehnt.

Erekat sagte am Mittwoch in Ramallah, israelische Diktate dürften Lösungen am Verhandlungstisch nicht ersetzen. „Israel muss seine Politik einseitiger Schritte aufgeben“, forderte Erekat.

Olmert hatte am Dienstag einen weiteren Teilabzug Israels im Westjordanland in Aussicht gestellt, sollte seine Kadima-Partei nach der Parlamentswahl Ende März einen Regierungsauftrag erhalten. Er kündigte dabei an, Israel werde die großen jüdischen Siedlungsblöcke im Westjordanland, das Jordantal und Ost-Jerusalem behalten.

„Wir werden uns von der Mehrheit der palästinensischen Bevölkerung trennen, die im Westjordanland lebt und uns in die zentralen Siedlungsblöcke zurückziehen“, sagte Olmert. „Die gegenwärtige Realität zwingt uns, (…) die Grenzen des Staates Israel neu festzulegen und das ist es, was ich in den kommenden Jahren tun werde.“ Er wollte jedoch nicht klar beantworten, ob er einen weiteren einseitigen Truppenabzug wie im Gazastreifen beabsichtigt.

Unterdessen töteten israelische Soldaten am Mittwoch einen bewaffneten Palästinenser nahe des Grenzzauns im Gaza-Streifen. Dies berichteten Ärzte und Augenzeugen übereinstimmend. Ein weiterer Palästinenser sei verletzt worden. Die Armee bestätigte Schüsse auf eine Gruppe Verdächtiger am Grenzübergang Karni. Die Männer hätten versucht, vor einem israelischen Kontrollposten eine Bombe zu legen. Die Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden erklärten, der getötete Palästinenser und sein verwundeter Begleiter seien Mitglieder ihrer Organisation.

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