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Palästinenser für Eingreifen der USA

Ein "dringendes Eingreifen" der USA hat der palästinensische Sicherheitschef Mohammed Dahlan zur Rettung des Nahost-Friedensprozesses gefordert.

Wie die israelische Tageszeitung „Haaretz“ (Online-Ausgabe) am Montag berichtete, sagte Dahlan, die Atmosphäre beim Treffen zwischen dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon und dem palästinensischen Premier Mahmud Abbas am Sonntag in Jerusalem mache eine amerikanische Intervention nötig. Die USA müssten auf Israel Druck ausüben, damit die Regierung Sharon zu ihren Verpflichtungen stehe.

Dahlan, der an dem zweistündigen Treffen Sharon-Abbas teilgenommen hatte, beschuldigte Israel erneut, alte Taktiken zu benutzen. Die Israelis wollten den Palästinensern wieder einmal ihren Willen aufzwingen. Dies sei für die Palästinenser inakzeptabel. Israel habe einen neuen Forderungskatalog aufgestellt. In dessen Zentrum stünden der Kampf gegen den Terrorismus und eine Begrenzung der Handlungsfreiheit der palästinensischen Organisationen. Er verlangte dagegen von Israel, pragmatisch auf Fragen zu antworten, die bei vorherigen Treffen aufgeworfen worden seien.

Aus israelischen Regierungskreisen war am Morgen verlautet, Sharon sei nur zur Freilassung von etwa 450 der 7.700 inhaftierten Palästinenser bereit, darunter auch mehrere Dutzend Mitglieder militanter Gruppen. Abbas hatte vor dem Treffen erklärt, er erwarte von der anderen Seite eine Liste mit den Namen von Gefangenen, die Israel freilassen wolle. „Alles andere wäre der Beweis, dass Israel nur an der Verzögerung (des Friedensprozesses) interessiert ist“, meinte Abbas.

Für Abbas ist die Freilassung möglichst vieler Häftlinge zu einer Hauptforderung geworden. Die extremistischen Palästinensergruppen haben die Einhaltung der von ihnen verkündeten dreimonatigen Waffenruhe mit der Freilassung der Gefangenen verbunden. Israel weigert sich bisher, Palästinenser freizulassen, die direkt an der Tötung von Israelis beteiligt waren.

Abbas trifft Montag und Dienstag mit den politischen Führungen Ägyptens und Jordaniens zusammen, bevor er zu Gesprächen mit US-Präsident George W. Bush nach Washington fliegt. Sharon wird vier Tage nach Abbas mit Bush zusammenkommen.

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