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Palästinenser bereiten Arafat-Nachfolge vor

Unter dem Eindruck des weiterhin unklaren Gesundheitszustands von Yasser Arafat bereiten sich die Palästinenser auf dessen Nachfolge vor. Israel bereitet sich gleichzeitig auf einen möglichen Ausbruch von Gewalt aus.

Dies bekräftigte der israelische Verteidigungsminister Shaul Mofaz am Sonntag während der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem. Der palästinensische Ministerpräsident Ahmed Korei traf in Gaza mit Vertretern von 13 palästinensischen Organisationen zusammen, darunter auch die Hamas und „Islamischer Heiliger Krieg“ (Jihad Islami).

Korei sagte nach dem vierstündigen Treffen, die Kommandanten der Sicherheitskräfte hätten sich auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt, um Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten. Die palästinensischen Gruppierungen hätten zudem zugesichert, mit der Regierung zusammenzuarbeiten. Korei habe die Hamas gebeten, ihre Angriffe auf Israel einzustellen, um die Bildung einer neuen palästinensischen Führung zu unterstützen, berichtete am Sonntag die israelische Zeitung „Haaretz“. Hamas-Sprecher Sami Abu Zahri erklärte jedoch: „So lange die Besetzung und die militärischen Angriffe andauern, werden auch der Widerstand und die Selbstverteidigung fortgeführt.“

Die Palästinenserführung bemühe sich, die radikalen Gruppen im Zaum zu halten, sagte Mofaz. Es sei jedoch noch nicht abzusehen, ob dies gelingen werde. Israel treffe auch Vorbereitungen auf ein mögliches Begräbnis Arafats im Gaza-Streifen. Die Sicherheitsvorkehrungen seien getroffen worden. Israel sei außerdem bereit, bei einer möglichen Beerdigung im Gaza-Streifen die Einreise dorthin zu erleichtern. Mofaz sagte, die Armee werde im Falle der Beerdigung die Sicherheitskontrollen für über Ägypten anreisende ausländische Trauergäste auf ein Minimum reduzieren, wie aus israelischen Regierungskreisen verlautete. Aus Sicherheitskreisen hieß es, Palästinenser aus dem Westjordanland sollten mit Bussen in den Küstenstreifen gebracht werden.

Der Gesundheitszustand der palästinensischen Präsidenten war am Sonntag nach Angaben des leitenden französischen Militärarztes Christian Estripeau „unverändert“. Der PLO-Chef befinde sich nicht im Koma, er schlafe und werde aber weiter auf der Intensivstation versorgt, sagte Arafat-Sprecher Nabil Abu Rudeina vor Journalisten. Es bestehe Chancen auf Genesung. „Wir hoffen, dass wir in den kommenden Tagen genau erfahren, unter welcher Krankheit Arafat leidet“, sagte Abu Rudeina. Aus Palästinenser-Kreisen hieß es wiederum, Arafat habe ein Leberversagen und solle eventuell nach Kairo verlegt werden.

Das Militärhospital in Clamart bei Paris erklärte, dass es auf Wunsch der Familie keine Auskunft zu medizinischen Details gebe. Gespräche mit den Ärzten und mit Arafats Frau Suha führte am Wochenende der frühere Sicherheitschef im Gaza-Streifen, Mohammed Dahlan, der als einer der möglichen Nachfolger des palästinensischen Präsidenten gilt. Dahlan sagte, er werde die palästinensische Führung über den Gesundheitszustand Arafats unterrichten.

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