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Pakistan: Protest gegen Karikaturen

In Pakistan haben rund 10.000 Menschen gegen die Veröffentlichung der umstrittenen Mohammed-Karikaturen protestiert. Die Demonstranten riefen "Tod den Zeichnern" sowie "Jihad".

Außerdem hätten sie Flaggen von Dänemark verbrannt, wo die Zeichnungen des Propheten zum ersten Mal veröffentlicht worden waren. Bei den Protesten von mehr als 10.000 Menschen habe es keine größeren Zwischenfälle gegeben, teilte die örtliche Polizei weiter mit.

Händlerorganisationen hatten für die Dauer der Proteste zu einem Generalstreik aufgerufen. Den Appell hatten die Volkspartei Pakistans (PPP) der im Exil lebenden ehemaligen Ministerpräsidentin Benazir Bhutto sowie das islamistische Bündnis Muttahida Majlis-e-Amal (MMA) unterstützt.

Demonstrationen gab es auch im Süden in den Städten Hyderabad, Sukkur und Nawabshah sowie in der Hauptstadt Islamabad. Bei gewaltsamen Protesten in den pakistanischen Städten Lahore und Peshawar waren vergangene Woche fünf Menschen gestorben. Die Opposition forderte die Regierungen von Ländern, in denen die Mohammed-Karikaturen gedruckt wurden, zu einer Entschuldigung auf.

Vor der italienischen Botschaft in Teheran demonstrierten am Mittwoch rund hundert Menschen gegen die Mohammed-Karikaturen. Iranische Sondereinsatzkräfte hielten die Demonstranten auf Abstand zu dem Gebäude. Unterdessen verurteilte der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi die Mohammed-Karikaturen in einem Interview mit dem katarischen Fernsehsender Al Jazeera als „respektlos“. Das Interview sollte nach italienischen Medienberichten am Mittwoch ausgestrahlt werden.

Nachdem der inzwischen zurückgetretene italienische Reformminister Roberto Calderoli sich im Fernsehen in einem T-Shirt gezeigt hatte, auf dem eine der umstrittenen Mohammed-Karikaturen abgebildet war, war es am Freitag zu Protesten vor dem italienischen Konsulat im libyschen Bengasi gekommen. Dabei wurden mindestens elf Menschen getötet.

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