AA

Pakistan: 28 Todesopfer bei Anschlag

Bei einem Selbstmordanschlag auf den pakistanischen Innenminister Aftab Sherpao sind im Nordwesten des Landes mindestens 28 Menschen getötet und 40 verletzt worden.

Der Minister wurde bei der Explosion in Charsadda nahe der afghanischen Grenze am Samstagabend leicht durch Schrapnelle an den Beinen verletzt. Sherpao sagte der Zeitung „Dawn“ (Sonntag): „Es war ein Wunder. Ich weiß nicht, wie ich überlebt habe.“

Zu dem Anschlag kam es bei einer politischen Veranstaltung, an der auch Sherpaos Sohn teilnahm, der ebenfalls überlebte. Sherpao nahm am Sonntag wie hunderte andere Menschen in Charsadda an Trauergebeten für die Opfer teil.

Sherpao hatte seine Ansprache an seine Unterstützer am Samstagabend gerade beendet, als der Attentäter auf ihn zuging und seine Sprengstoffweste zündete. Unter den Opfern sind eine Reihe von Politikern und Sicherheitskräften. Zunächst bekannte sich niemand zu den Attentat.

Ähnliche Anschläge waren zuvor von muslimischen Extremisten verübt worden, die die Regierung für ihre enge Partnerschaft mit den USA©im Kampf gegen den Terrorismus kritisieren. Nach dem Anschlag auf Sherpao wurden die Sicherheitsvorkehrungen in allen wichtigen Städten des Landes verschärft.

Das pakistanische Bundeskriminalamt teilte am Sonntag mit, die Weste des Attentäters sei wie bei mehreren Anschlägen zuvor mit russischem Sprengstoff und mit Stahlkugeln gefüllt gewesen. Der Anschlag war das siebte Selbstmordattentat in Pakistan in diesem Jahr. Präsident Pervez Musharraf verurteilte die Tat und bekräftigte, der Kampf gegen den Terrorismus werde fortgesetzt.

Sherpao hatte vor dem Anschlag Todesdrohungen erhalten. Sein älterer Bruder, der damals ebenfalls Innenminister war, war bei einem Anschlag im Jahr 1975 in Peshawar, der Hauptstadt der Nordwest- Grenzprovinz, getötet worden. Musharraf und Premierminister Shaukat Aziz haben beide bereits Anschläge überlebt.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Welt
  • Pakistan: 28 Todesopfer bei Anschlag
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen