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Orlando Bloom: Wie "junger Wein"

Mädchenschwarm und Kreuzritter Orlando Bloom ist ab Donnerstag mit "Königreich der Himmel“ in den österreichischen Kinos.

Johnny Depp und Brad Pitt haben harte Konkurrenz bekommen. Der Schauspieler mit dem größten Sexappeal ist für viele Mädchen und manche Frauen derzeit der dunkelhaarige Brite Orlando Bloom (28). Bei den Dreharbeiten zu Ridley Scotts Kreuzritterepos „Königreich der Himmel“, das am Donnerstag in den Kinos startet, sollen Horden von Spanierinnen 24 Stunden vor seinem Hotel gestanden haben.

Zur Europapremiere in London am Montagabend war das Kreischen der Fans so laut wie bei einer Boygroup in den besten Zeiten. Und es wäre noch lauter gewesen, wenn sie gehört hätten, was Bloom kurz vorher verraten hat: „Nein, im Moment nicht“, sagte er auf die Frage, ob er derzeit eine Freundin hat.

Tatsächlich werden wohl einige Frauen seinetwegen in den Ritterfilm gehen und dafür die vielen Schlachten in Kauf nehmen. Mit den halblangen braunen Haaren, dem dunklen Teint und dem verwegenen Piratenbärtchen – er dreht gerade die Fortsetzung von „Fluch der Karibik“ – sieht Orlando Bloom so spanisch aus wie sein Vorname klingt. Wenn er aber davon erzählt, wie es war, mit Starregisseur Ridley Scott („Gladiator“, „Blade Runner“) zu drehen, klingt das eher nach britischem Understatement.

Auch wenn es viele Männer nicht gerne hören werden: Ein lieber Kerl scheint Bloom auch noch zu sein, einer, der sich in Interviews zum Fingernägelkauen und zur Rechtschreibschwäche bekennt. Am Arm trägt er Freundschaftsbänder, bei Dreharbeiten rettet er einen Straßenhund und neben Autogramme malt der Schauspieler geduldig ein Herzchen. „Diese Mädchen sind so große Fans, ich bin ihnen so dankbar“, sagt „Orli“ über sein junges Publikum. Ein bisschen „unheimlich“ ist ihm der Rummel aber doch manchmal.

Bisher verlief seine Karriere rasant: Sein Schauspielhandwerk lernte Bloom an der British American Drama Academy und an der Guildhall School of Music and Drama in London. Nach Bühnenauftritten und einer ersten Filmrolle 1997 in „Wilde“ mit Stephen Fry war die „Herr der Ringe“-Trilogie ab 2001 sein internationaler Durchbruch. Als Elben-Bogenschütze Legolas trug er die Haare noch blond gefärbt, dann wechselte er im Film die Waffen und auch die Haarfarbe.

In „Fluch der Karibik“, von dem gleich zwei Fortsetzungen in die Kinos kommen, spielte Bloom an der Seite Johnny Depps einen Piratensohn, in „Troja“ den Paris, in der Komödie „The Calcium Kid“ einen boxenden Milchmann. Bei den vielen Fecht-, Reit- und Kampfszenen kommt ihm zu Gute, dass er ein leidenschaftlicher Sportler ist. Es heißt, dass der Brite sich schon ziemlich jeden Knochen einmal gebrochen hat und vor einigen Jahren sogar von einer Dachterrasse gestürzt ist. Im Moment kommt Bloom privat nur zum Wellenreiten, was er bei den Dreharbeiten zum „Herrn der Ringe“ in Neuseeland gelernt hat.

Mit Ridley Scott hat Orlando Bloom schon einmal gearbeitet, in dem umstrittenen Kriegsdrama „Black Hawk Down“ (2001) hatte er eine Nebenrolle. Als edler Kreuzritter Balian im „Königreich der Himmel“, wofür er sich mit Gewichten Muskeln antrainierte, will der 28-Jährige nun den Übergang von der Burschen- zur Männerrolle schaffen, wie er sagt. Der Wechsel ins Charakterfach steht ihm aber noch nicht wirklich bevor. Lob gibt es immerhin aus dieser Ecke: Jeremy Irons schwärmt vom Potenzial und der Disziplin seines Kollegen. Bloom ist für ihn „wie junger Wein“.

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