ORF-Chef Wrabetz denkt nicht an seinen Abschied

ORF Generaldirektor Wrabetz muss sparen
ORF Generaldirektor Wrabetz muss sparen ©APA (Archiv/Jäger)
Drei Jahre nach seiner Wahl zum ORF-Generaldirektor denkt Alexander Wrabetz nicht an ein vorzeitiges Ende seiner Amtszeit.

Trotz Finanzdruck, “teilweise unerfreulicher Quotenentwicklung” und den jüngsten Diskussionen um seine Person will Wrabetz Österreichs größten Medienkonzern noch mindestens zweieinhalb Jahre führen. Ob auch sein Direktorium unangetastet bleibt, darauf legte er sich nicht fest.

“Unerfreulich”, so Wrabetz, seien für ihn die aktuellen Quoten. Im Juli lag der Marktanteil beider ORF-Programme – “trotz überlegener Marktführerschaft” – in den Kabel- und Satellitenhaushalten bei nur 34 Prozent. International soll der ORF unter den fünf quotenstärksten Sendern Europas und substanziell über dem Durchschnitt der anderen öffentlich-rechtlichen Programme in Europa liegen, so Wrabetz.

Trotz aller Sparnotwendigkeiten will man eine Reihe von neuen Programmangeboten wie die Gedankenleser-Show “Der Mentalist” oder den Ski-Promi-Event “Das Rennen” anbieten. Mittelfristig soll etwa die Formel 1 gegen österreichisches Programm eingetauscht werden. Der Spartensender ORF Sport Plus werde “aus heutiger Sicht erhalten bleiben, fraglich ist nur, in welchem Umfang.”

Trotz Konjunkturkrise will Wrabetz “mit entsprechenden Maßnahmen versuchen, so nah wie möglich an das für 2009 geplante Minus von 29 Millionen Euro zu kommen”. Ohne Maßnahmen käme der Konzern auf ein Jahres-EGT von minus 53 Mio. Euro.

Das Ziel, bis 2011 etwa 440 Mitarbeiter abzubauen “werden wir erreichen”. Bis zum Juni 2009 wurde der Mitarbeiterstand gegenüber Dezember 2007 laut Wrabetz bereits um 174 Vollzeitäquivalente gesenkt. In Zahlen will Wrabetz nach eigenen Angaben von 2007 bis Ende 2009 kumuliert bereits 85 Millionen Euro eingespart haben. 2010 sollen weitere 80 Millionen Euro eingespart werden.

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