Opfer in Kinderpornofall als "Kitakinder" identifiziert

Der Tatverdächtige ist als Logopäde tätig
Der Tatverdächtige ist als Logopäde tätig ©APA (dpa)
In dem im März bekannt gewordenen Würzburger Fall um die Herstellung und Verbreitung von mehr als 100 Kinderpornos haben die Ermittler die ersten Opfer identifiziert.

Es handle sich zweifelsfrei um Buben einer Kindertagesstätte (Kita), die der Tatverdächtige dort als Logopäde behandelt habe, teilten die Behörden am Mittwoch mit. Demnach fertigte der Mann die Bilder auch in den Räumen des Kindergarten an, berichteten die Zentralstelle Cybercrime Bayern und das Polizeipräsidium Unterfranken.

Kinderpornos im Darknet verbreitet

Der Tatverdächtige soll die von ihm hergestellten Kinderpornos über Jahre auch im Darknet verbreitet haben. Gegen einen zweiten Tatverdächtigen, den Lebensgefährten des Logopäden, habe sich der Verdacht bisher nicht erhärtet.

Eltern der Kinder wurden informiert

Den Ermittlern zufolge wurden die Eltern der betroffenen Kinder unter Einbindung von psychologischem Fachpersonal und einem Kriseninterventionsteam informiert. Bisher gebe es keine Anhaltspunkte, dass der in den Räumen des Kindergartens erfolgte Missbrauch vom Personal der Einrichtung bemerkt worden sei.

Erste Stellungsnahme des Tatverdächtigen

Wie die Ermittler weiter mitteilten, gab der in Untersuchungshaft sitzende Tatverdächtige mittlerweile eine erste kurze Stellungnahme ab. Zum Inhalt machte die Polizei keine Angaben. Die Fahnder wollen nun weitere Betroffene und Tatorte identifizieren. Bei den Opfern handelt es sich ausschließlich um Buben im Kindergartenalter.

(APA/ag.)

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